Die Türkei stockt ihre Abwehr gegen digitale Bedrohungen massiv auf. Im Rahmen eines ehrgeizigen Sicherheitspakets will das Land seine kritischen Netze und Behörden besser vor Hackerangriffen schützen. Wie aus dem Leistungsprogramm des Verkehrs- und Infrastrukturministeriums für das Jahr 2025 hervorgeht, sind in diesem Jahr insgesamt elf nationale und internationale Cyber-Übungen geplant.
Diese Maßnahmen sind Teil des strategischen Plans für die Jahre 2024 bis 2028. Das Ziel besteht darin, die elektronische Kommunikation und die Informationstechnologie des Landes widerstandsfähiger zu machen. Im Fokus stehen dem Programm zufolge die Sicherung öffentlicher Einrichtungen, privater Unternehmen und einzelner Bürger.
Die Strategie sieht neben der Erstellung konkreter Aktionspläne auch die Identifizierung sogenannter kritischer Infrastrukturen und deren Betreiber vor. Zudem sollen Interventionsteams aufgestellt und die Entwicklung einheimischer Abwehrtechnologien vorangetrieben werden. Das Ziel besteht darin, die Abhängigkeit von ausländischen Lösungen zu verringern und die Aufsicht zu verschärfen.
Parallel dazu sollen Schulungen und Sensibilisierungskampagnen für die Bevölkerung forciert werden. Die Übungsoffensive ist langfristig angelegt. Nach elf Manövern im Jahr 2025 sind für das darauffolgende Jahr zwölf und bis zum Jahr 2028 insgesamt 13 solcher Abwehrübungen geplant.