Türkei richtet zweites Zero-Waste-Forum mit über 5.000 Teilnehmern aus 160 Ländern aus

27.05.2026 – 9:00 Uhr

Als Zeichen des massiven Schulterschlusses für den Klimaschutz richtet die Türkei Anfang Juni das zweite internationale Zero-Waste-Forum aus. Vom 5. bis 7. Juni werden auf dem stillgelegten Atatürk-Flughafen in Istanbul mehr als 5.000 Teilnehmer aus über 160 Ländern erwartet, um Abfallpolitik als zentrales Instrument der Klimadiplomatie zu verankern.

Das Treffen findet während der Zero-Waste-Woche unter dem Leitmotiv „Road to Antalya: Zero Waste as Climate Action” statt. Es bildet den thematischen Auftakt für den COP31-Weltklimagipfel, den die Türkei im November in Antalya ausrichtet. Veranstalter ist die Zero Waste Foundation, deren Ehrenvorsitz First Lady Emine Erdoğan innehat. Sie ist zugleich Gründerin der Zero-Waste-Bewegung und Vorsitzende des hochrangigen UN-Beratungsgremiums für Null-Abfall.

Das dreitägige Programm deckt ein breites Themenspektrum ab, darunter nachhaltige Entwicklung, Kreislaufwirtschaft, Ressourceneffizienz, Lebensmittelverschwendung und die Reduzierung von Methanemissionen. In hochrangig besetzten Ministerrunden sollen konkrete Konzepte zu sauberer Produktion, Energieeffizienz und grüner Finanzierung beraten werden. Thematische Schwerpunkte liegen zudem auf den Sektoren Energie und Rohstoffe, Land- und Forstwirtschaft sowie Industrie und Technologie.

Samed Ağırbaş, Präsident der Zero Waste Foundation und COP31-High-Level-Klimabotschafter, erklärte, das Forum ziele darauf ab, Umweltverpflichtungen in praktische Politikinstrumente und stadtbezogene Projekte zu übersetzen. Erstmals werde auch eine Delegation aus dem kenianischen Kibera-Viertel in Nairobi eingebunden, um die Perspektive von Gemeinschaften abzubilden, die unmittelbar von Klimarisiken betroffen sind.

Zum Abschluss wollen die Veranstalter eine „Road to Antalya Declaration“ veröffentlichen. In diesem Papier sollen städtische Selbstverpflichtungen und Partnerschaftsdokumente gebündelt werden, um die internationale Klima- und Abfallagenda verbindlich auf den Antalya-Gipfel zuzuführen.