Türkei plant 26 neue Thermalhotels mit mehr als 11.000 Betten

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25.10.2026 – 18:00 Uhr

Die Türkei baut ihr Angebot im Thermal- und Wellnesstourismus aus: Landesweit sollen 2026 sieben neue Thermalhotels eröffnen, ab 2027 sind weitere 19 Anlagen geplant. Insgesamt sollen damit 26 Hotels mit einer Kapazität von 11.396 Betten hinzukommen. Zu den wichtigsten Standorten der geplanten Investitionen zählen Afyonkarahisar, Bolu und İzmir.

Das geht aus einer im September 2026 aktualisierten Erhebung der Fachzeitschrift Turizm Proje Dergisi hervor. Demnach entfallen auf die sieben für 2026 vorgesehenen Hotels insgesamt 2.942 Betten. Für die 19 weiteren Anlagen ab 2027 sind 8.454 Betten geplant.

Afyonkarahisar liegt 2026 vorn

Von den sieben Hotels, die 2026 eröffnen oder bereits eröffnet haben sollen, sind fünf mit fünf Sternen und zwei mit vier Sternen kategorisiert. Die Fünf-Sterne-Häuser verfügen zusammen über 2.570 Betten, die Vier-Sterne-Hotels über 372.

Bei der Bettenkapazität führt Afyonkarahisar mit 1.150 Betten. Es folgen Denizli mit 492, Uşak mit 408, Kütahya mit 300, Yalova mit 250, Balıkesir mit 220 und Bursa mit 122 Betten.

Bolu und İzmir bei späteren Projekten vorn

Von den 19 ab 2027 geplanten Thermalhotels sollen 15 Fünf-Sterne- und vier Vier-Sterne-Häuser sein. Für die Fünf-Sterne-Hotels sind insgesamt 7.384 Betten vorgesehen, für die Vier-Sterne-Anlagen weitere 1.070.

Bolu steht bei diesen Investitionen mit drei Fünf-Sterne-Hotels und insgesamt 1.844 Betten an der Spitze. İzmir folgt mit drei Hotels und 1.710 Betten, Afyonkarahisar mit ebenfalls drei Hotels und 1.156 Betten.

Weitere geplante Kapazitäten entfallen auf Samsun mit 980 Betten, Nevşehir mit 900, Balıkesir mit 446, Ankara mit 438, Kütahya mit 370 sowie Bursa und Konya mit jeweils 240 Betten. Für Kırşehir sind 130 Betten vorgesehen.

Großes Potenzial für Thermal- und Wellnesstourismus

Die Türkei verfügt über umfangreiche geothermische Ressourcen und nimmt laut dem Bericht bei deren Vorkommen den ersten Platz in Europa und den siebten weltweit ein. Allerdings würden bislang nur etwa zehn bis 15 Prozent der vorhandenen Thermalwasserressourcen touristisch genutzt.

Um das Potenzial besser auszuschöpfen, kommt es der Branche zufolge darauf an, traditionelle Thermalbäder zu modernen Gesundheits-, Wellness- und Hotelkomplexen weiterzuentwickeln. Die geplanten Neubauten sollen die Kapazitäten des türkischen Thermalurlaubs erweitern und dazu beitragen, die geothermischen Ressourcen wirtschaftlich stärker zu nutzen.