Türkei: Mega-Investitionen in Verkehr sollen Handelsrekorde pulverisieren

14.02.2026 – 7:00 Uhr

Mit einem milliardenschweren Infrastrukturprogramm will die Türkei ihre Verkehrsnetze modernisieren und die Handelszahlen auf neue Rekordhöhen treiben. Dies geht aus dem Jahresprogramm 2026 des Verkehrs- und Infrastrukturministeriums hervor, in dem ehrgeizige Ziele für alle Verkehrsträger festgelegt sind.

Im Mittelpunkt der Pläne steht der Ausbau heimischer Technologien. Die Regierung fördert verstärkt Forschungsprojekte. So soll die Zahl der staatlich unterstützten Vorhaben in den Bereichen Transport, Schifffahrt und elektronische Kommunikation auf 60 steigen. Parallel dazu will Ankara die Digitalisierung vorantreiben und Post- sowie Universaldienste flächendeckend ausbauen.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Schiene. Die Türkei forciert den Bau sicherer und umweltfreundlicher Bahnverbindungen. So soll die Zahl der modernisierten Bahnübergänge auf 1.246 steigen und der Anteil zweigleisiger Strecken soll 19 Prozent betragen. Insgesamt plant das Ministerium, das Schienennetz auf 14.437 Kilometer auszubauen.

Auch die Häfen des Landes sollen leistungsfähiger werden. Bis 2026 peilt die Behörde an, dass Ro-Ro-Schiffe mehr als fünf Millionen Fahrzeuge transportieren. Die Umschlagmenge im Transitverkehr soll auf drei Millionen Standardcontainer (TEU) und die Kabotage-Menge auf 71,9 Millionen Tonnen steigen. Zudem strebt die Regierung 1.500 Kreuzfahrtschiff-Anläufe und einen Gesamtcontainerumschlag von 15,1 Millionen TEU an.

Um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, setzt Ankara verstärkt auf kombinierte Verkehrslösungen. So soll die Zahl der Häfen mit Gleisanbindung auf 20 steigen und die Länge der Zuführungsgleise soll auf 473,1 Kilometer wachsen. Das Ziel besteht darin, den Schienenanteil am gesamten Frachtaufkommen auf vier Prozent zu erhöhen.