Im Rahmen der 19. Türkei-Investitionskonferenz stellte Finanz- und Schatzminister Mehmet Şimşek den US-amerikanischen Direktinvestoren die aussichtsreichsten Sektoren der Türkei vor. Die von der Stiftung für Außenwirtschaftliche Beziehungen (DEİK) und dem Türkisch-Amerikanischen Wirtschaftsrat (TAİK) organisierte Veranstaltung fand in New York statt.
Spitzentreffen in New York
Am ersten Tag der Konferenz fand in Zusammenarbeit mit der Citibank ein Treffen zum Thema „Wirtschaftliche Aussichten der Türkei und Investitionsmöglichkeiten” statt. Neben Minister Şimşek nahm auch der Präsident der Zentralbank der Republik Türkei, Fatih Karahan, daran teil. Darüber hinaus umfasste das Programm Rundtischgespräche mit dem Minister für Industrie und Technologie, Mehmet Fatih Kacır, sowie mit dem Handelsminister Prof. Dr. Ömer Bolat. An einem Empfang nahmen mehr als 400 Geschäftsleute teil.
Fünf Schwerpunktsektoren
Minister Şimşek hob die qualifizierten Arbeitskräfte sowie den entwickelten Produktions- und Dienstleistungssektor der Türkei hervor und bezeichnete das Land als zuverlässigen Lieferanten. Als besonders vielversprechende Bereiche nannte er die Verteidigungsindustrie, den Tourismus, den Gesundheitstourismus, Fernsehserien und mobile Spiele, insbesondere im Bereich des digitalen Dienstleistungsexports. Der Verteidigungsindustrie komme zudem eine zentrale Rolle bei der Transformation des verarbeitenden Gewerbes zu.
„Widerstandsfähige Wirtschaft”
Gegenüber den US-Investoren erklärte Şimşek, die türkische Wirtschaft sei trotz schwieriger globaler Bedingungen und der Kriege in der Region „stark und widerstandsfähig”. Zur Begründung verwies er auf solide Fundamentaldaten: Die Investitionen in Sachanlagen seien im Verhältnis zum Pro-Kopf-Einkommen hoch und es sei in den vergangenen zwei Jahren zudem eine starke Dynamik bei der Produktivitätssteigerung erreicht worden. Beide Faktoren stützten die mittelfristigen Wachstumsaussichten. Auch die niedrige Gesamtverschuldung, der fiskalpolitische Spielraum, abnehmende externe Anfälligkeiten, steigende internationale Reserven und der Ausstieg aus dem devisenaffinen Einlagekonto (KKM) erhöhten die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft.
Fokus auf Transformation und Export
Weiter führte Şimşek aus, die Türkei sei eine große und im Vergleich zu vergleichbaren Volkswirtschaften stark wachsende Wirtschaft. Dank ihrer strategischen Lage, des entwickelten Produktions- und Dienstleistungssektors, einer starken Infrastruktur und qualifizierter Arbeitskräfte ist sie ein zuverlässiger Lieferant. Die grüne und digitale Transformation, der Wandel in der Industrie sowie produktive Infrastrukturinvestitionen würden beschleunigt. Mit den zuletzt angekündigten Steueranreizen soll das Investitions- und Exportumfeld gestärkt werden.
Ziele der Konferenz
Am Rande des Empfangs setzten türkische und amerikanische Vertreter ihre Gespräche über die Weiterentwicklung der bilateralen Handelsbeziehungen und die Prüfung neuer Kooperationsmöglichkeiten fort. Die Veranstaltung soll dazu beitragen, die ausländischen Direktinvestitionen in der Türkei in der kommenden Zeit zu erhöhen.