Bis zum Jahr 2035 will die Türkei rund 28 Milliarden Dollar in die Stromübertragungsinfrastruktur investieren. Dies kündigte Energieminister Alparslan Bayraktar an. Ziel ist es, die steigende Nachfrage zu decken und neue Erzeugungskapazitäten an das Netz anzuschließen.
Laut dem Minister soll die installierte Leistung aus Wind- und Solarenergie bis 2035 auf insgesamt 120 Gigawatt steigen. Im Rahmen ihres Renewable-Energy-Fahrplans rechnet die türkische Regierung zusätzlich mit Investitionen von etwa 80 Milliarden Dollar in die Stromerzeugung.
Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am 16. September unter Berufung auf Bayraktar berichtete, ist das Übertragungsnetz des Landes von 43.000 Kilometern im Jahr 2005 auf 77.000 Kilometer im Jahr 2025 gewachsen. Das entspricht einem Zuwachs von rund 80 Prozent.
Bayraktar nannte die steigende Stromnachfrage, die Urbanisierung und den Ausbau der Erzeugungskapazitäten als Treiber der Netzinvestitionen. Zudem würden Künstliche Intelligenz, Rechenzentren, Elektrofahrzeuge und die verstärkte Nutzung von Klimaanlagen die Bedeutung von Investitionen in das Netz erhöhen.
„Das schnelle Wachstum der erneuerbaren Energien, insbesondere der Solar- und Windkraft, erfordert, dass wir mehr Kraftwerke in das Netz integrieren“, sagte Bayraktar. „Wir arbeiten daran, ein widerstandsfähigeres, flexibleres und moderneres Netz aufzubauen.”