ANKARA – Die jährliche Inflationsrate in der Türkei ist im März auf 30,87 Prozent gesunken, nach 31,53 Prozent im Februar, wie offizielle Zahlen vom 3. April zeigen. Damit verzeichnet die Türkei die niedrigste Jahressteigerung der Verbraucherpreise seit Dezember 2021 (36,08 %).
Die monatliche Inflation verlangsamte sich auf 1,94 Prozent im März gegenüber 2,96 Prozent im Februar. Die größten Preissteigerungen waren in den Bereichen Bildung (51,97 %), Wohnung/Haus (42,06 %) und Transport (34,35 %) zu verzeichnen. Die geringsten Anstiege gab es bei Bekleidung/Schuhen (7,2 %), Möbeln/Haushaltsausstattung (20,2 %)und Information & Kommunikation (24,12 %).
Finanzminister Mehmet Şimşek erklärte, dass die Regierung Maßnahmen wie eine gleitende Skala für Energiepreise umsetzt, um inflationsbedingte Belastungen zu verringern. Trotz geopolitischer Risiken bleibe das Ziel der Regierung eine nachhaltige Preisstabilität.
Die wichtigsten Ausgabenkategorien – Lebensmittel/Getränke, Transport sowie Wohnen – trugen mit 8,25, 5,45 und 6,04 Prozentpunkten am stärksten zur Jahresinflation bei.
Die türkische Zentralbank behielt im März ihren Leitzins bei 37 Prozent bei. Am 22. April wird eine neue Zinsentscheidung erwartet, wobei allgemein kein Kurswechsel erwartet wird.