ANKARA – Die Türkei hat ihr Außenhandelsdefizit im September deutlich verringert. Wie aus den am 28. Oktober veröffentlichten vorläufigen Daten des Türkischen Statistikinstituts (TÜİK) und des Handelsministeriums hervorgeht, sank das Defizit im Jahresvergleich um 25,8 Prozent auf 5,16 Milliarden US-Dollar. Ausschlaggebend war, dass die Exporte wesentlich stärker wuchsen als die Importe.
Die türkischen Ausfuhren stiegen im September gegenüber dem Vorjahresmonat um 15,3 Prozent auf 25,97 Milliarden Dollar. Die Einfuhren legten dagegen lediglich um 5,6 Prozent auf 31,13 Milliarden Dollar zu. Damit deckten die Exporte 83,4 Prozent der Importe ab. Im September 2025 hatte dieser Wert noch bei 76,4 Prozent gelegen; das Handelsdefizit betrug damals 6,96 Milliarden Dollar.
Defizit seit Jahresbeginn gestiegen
Für die ersten neun Monate des Jahres 2026 zeigt sich allerdings ein anderes Bild: Von Januar bis September weitete sich das Außenhandelsdefizit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,7 Prozent auf 70,97 Milliarden Dollar aus. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte es bei 67,16 Milliarden Dollar gelegen.
Die Exporte erhöhten sich in den ersten neun Monaten um 5,2 Prozent auf 210,95 Milliarden Dollar. Die Importe stiegen mit einem Plus von 5,3 Prozent etwas stärker und erreichten 281,92 Milliarden Dollar. Entsprechend lag die Exportdeckung der Importe bei 74,8 Prozent – knapp unter dem Vorjahreswert von 74,9 Prozent.
Außenhandel ohne Energie und Gold im Plus
Auch ohne Energieprodukte und nicht-monetäres Gold legten die türkischen Ausfuhren im September zu: Sie stiegen im Jahresvergleich um 10,5 Prozent von 21,17 auf 23,39 Milliarden Dollar. Die entsprechenden Importe erhöhten sich um 6,7 Prozent von 22,43 auf 23,93 Milliarden Dollar.
Auf dieser Berechnungsgrundlage belief sich das Handelsdefizit auf 541 Millionen Dollar. Die Exporte deckten damit 97,7 Prozent der Importe ab. Das kombinierte Handelsvolumen ohne Energie und Gold – also die Summe aus Aus- und Einfuhren – wuchs um 8,5 Prozent auf 47,31 Milliarden Dollar.