Türkei geht gegen illegale Immobilien- und Autowerbung vor: 152 Betriebe zahlen Millionenstrafe

25.10.2026 – 7:00 Uhr

Die türkische Regierung verschärft den Kampf gegen gefälschte Online-Anzeigen. Wie das Handelsministerium mitteilte, wurden insgesamt 152 Immobilienmakler und Autohändler mit Geldstrafen in Höhe von zusammen 15,2 Millionen Türkischen Lira (umgerechnet rund 307.000 US-Dollar) belegt. Ihnen wird vorgeworfen, gegen die Vorschriften für Werbung in sozialen Medien verstoßen zu haben.

Grundlage der Sanktionen ist das sogenannte Elektronische Werbeverifizierungssystem (EİDS). Dieses schreibt Identitäts- und Berechtigungsprüfungen für online veröffentlichte Immobilien- und Fahrzeuganzeigen vor. Nach Angaben des Ministeriums dauern die Kontrollen an.

Demnach müssen Unternehmen, die auf Plattformen wie Instagram, Facebook, WhatsApp oder TikTok inserieren, Links zu verifizierten Anzeigen bereitstellen. Zudem müssen Fotos und Beschreibungen mit dem tatsächlich beworbenen Objekt übereinstimmen und es müssen Preisangaben enthalten sein. Jüngst wurden 70 Betriebe mit einer Gesamtstrafe von 7 Millionen Lira belegt, wodurch sich die kumulierte Summe auf 152 Unternehmen und 15,2 Millionen Lira erhöhte.

Auch die Betreiber der Plattformen selbst geraten ins Visier der Behörden. So wurde die türkische Tochtergesellschaft von Meta zu einer Strafe von 20 Millionen Lira verurteilt, da sie die Anforderungen zur Integration in das Verifizierungssystem sowie zur Identitäts- und Berechtigungsprüfung angeblich nicht erfüllt habe. Die Türkei-Tochter von TikTok erhielt eine Geldbuße von 4 Millionen Lira. Die kumulierten Strafen gegen Meta im Rahmen dieser Maßnahmen belaufen sich laut Ministerium inzwischen auf 36,2 Millionen Lira.

Mit den Kontrollen will die Regierung eigenen Angaben zufolge gegen Fake-Inserate vorgehen und Verbraucher schützen.