Türkei exportiert 17,5 Millionen Tonnen Stahl – Platz sechs weltweit

04.10.2026 – 6:30 Uhr

Mit einem Stahlexport von 17,5 Millionen Tonnen im Jahr 2025 hat sich die Türkei den sechsten Platz unter den größten Stahlausführern der Welt gesichert. Wie aus Daten des Weltstahlverbands hervorgeht, führt China die Rangliste mit 133,6 Millionen Tonnen jedoch deutlich an. Auf den weiteren Plätzen folgen Japan mit 29,8 Millionen Tonnen, Südkorea mit 27,9 Millionen Tonnen, Deutschland mit 20,9 Millionen Tonnen und die Europäische Union (27 Mitgliedstaaten) mit 20,5 Millionen Tonnen. Hinter der Türkei liegen Russland mit 15,2 Millionen Tonnen, Belgien mit 14,7 Millionen Tonnen, Italien mit 14,3 Millionen Tonnen und der Iran mit 13,5 Millionen Tonnen.

In den Top 20 der Exporteure finden sich zudem Indonesien (11,6 Millionen Tonnen), Vietnam (11,1 Millionen Tonnen), Brasilien (11 Millionen Tonnen) und Indien (9,9 Millionen Tonnen).

EU führt bei Stahlimporten

Auf der Importseite zeigt sich ein anderes Bild: Mit 43,7 Millionen Tonnen steht die Europäische Union hier an der Weltspitze. Es folgen die USA mit 23,9 Millionen Tonnen, Italien mit 20,4 Millionen Tonnen und Deutschland mit 20,2 Millionen Tonnen. Die Türkei belegt mit 19,8 Millionen Tonnen den fünften Platz und zählt damit sowohl bei den Aus- als auch bei den Einfuhren zu den zehn größten Akteuren der Branche im Jahr 2025. Weitere bedeutende Importeure sind Thailand (15,5 Millionen Tonnen), Mexiko (14,8 Millionen Tonnen) und Vietnam (13,5 Millionen Tonnen).

Weltstahlverband verweist auf normale Entwicklungsmuster

Auf Anfrage betonte der Weltstahlverband, dass China, Japan, Südkorea und die Türkei dauerhaft zu den führenden Stahlexporteuren gehören. Besonders die chinesischen Ausfuhren hätten in den vergangenen Jahren kräftig zugelegt. Dies sei im Kontext der wirtschaftlichen Reife des Landes zu sehen. Der Pro-Kopf-Stahlverbrauch in China beginne zu sinken – ein Prozess, der zuvor bereits in den USA, in europäischen Ländern, in Japan und in Südkorea zu beobachten gewesen sei. Die steigenden Exporte Chinas stünden in Zusammenhang mit dieser Entwicklung. Die Daten des Berichts stammen laut Weltstahlverband aus offiziellen Import- und Exportquellen.