Türkei erwartet über 10.000 Teilnehmer zum Weltraumkongress IAC in Antalya

02.08.2026 – 16:00 Uhr

Der Internationale Astronautische Kongress (IAC) 2026 in der Türkei steuert auf eine Premiere zu: Mit bereits über 8.330 eingereichten Fachbeiträgen aus 108 Ländern hat die Veranstaltung noch vor Beginn einen historischen Bewerbungsrekord aufgestellt. Wie der türkische Industrieminister Mehmet Fatih Kacır am Mittwoch in Ankara mitteilte, werden zu dem vom 5. bis 9. Oktober 2026 in Antalya stattfindenden Treffen mehr als 10.000 Teilnehmer aus über 100 Nationen erwartet.

Bei einem Botschafterempfang betonte Kacır, dass die Vorbereitungen unter der Koordination seines Ministeriums und der Federführung der türkischen Raumfahrtbehörde (TUA) erfolgreich voranschreiten. Neben der Rekordzahl an Einreichungen verzeichnet die Veranstaltung bereits jetzt die höchsten Frühbucherzahlen, die je für einen IAC gemeldet wurden.

Das einwöchige Programm umfasst nach Angaben des Ministeriums technische Sessions, hochrangige Dialoge, Ausstellungen und Geschäftstreffen. Thematisch deckt der Kongress ein breites Spektrum ab: von Erdbeobachtung, Klimamonitoring und Katastrophenmanagement über Satellitenkommunikation und künstliche Intelligenz bis hin zu kommerzieller Raumfahrt, Exploration und internationaler Governance.

Als zentrales politisches Element ist ein Treffen von Raumfahrtministern und Parlamentariern geplant. Dabei sollen Entscheidungsträger aus aller Welt über die Zukunft der globalen Raumfahrt-Governance, nachhaltige Entwicklung und internationale Kooperation beraten. Der jährlich von der International Astronautical Federation (IAF) ausgerichtete Kongress steht 2026 unter dem Motto „Die Welt braucht mehr Raumfahrt“.

IAF-Exekutivdirektor Christian Feichtinger würdigte die Türkei als treibende Kraft unter den aufstrebenden Akteuren des globalen Raumfahrtsektors. Antalya sei ein passender Gastgeber für das Treffen. „Heute richten sich die Augen der Welt auf die Türkei“, so Feichtinger.