Antalya – Die Türkei könnte im laufenden Jahr erstmals mehr als 65 Milliarden US-Dollar mit dem Tourismus einnehmen. Davon geht Kultur- und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy aus – vorausgesetzt, es kommt bis zum Jahresende zu keinen größeren unvorhergesehenen Ereignissen.
Der Krieg zwischen Israel, den USA und dem Iran habe den türkischen Tourismussektor belastet, erklärte Ersoy. Die Auswirkungen seien sowohl auf den Herkunftsmärkten der Urlauber als auch durch gestiegene Energie- und Flugkosten spürbar gewesen. Besonders deutlich habe sich dies im zweiten Quartal gezeigt.
Trotz dieser Belastungen entwickelten sich die Einnahmen zuletzt positiv: Im dritten Quartal 2026 legten die Tourismuseinnahmen nach den jüngsten offiziellen Daten im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 25,53 Milliarden Dollar zu. Für die ersten neun Monate des Jahres ergibt sich damit ein Plus von 2,4 Prozent auf insgesamt 51,28 Milliarden Dollar.
Urlauber bleiben länger und geben mehr aus
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei 10,34 Nächten. Auch die Ausgaben ausländischer Gäste stiegen: Pro Person und Übernachtung erreichten sie durchschnittlich 119,90 Dollar.
„Wenn es bis zum Jahresende keine größere Überraschung gibt, bin ich überzeugt, dass wir Tourismuseinnahmen von mehr als 65 Milliarden Dollar erzielen werden“, sagte Ersoy.
Werbekampagnen in 74 Ländern
Der Minister verwies zudem auf die internationalen Werbeaktivitäten der Türkei. Die in diesem Jahr in 74 Ländern durchgeführten digitalen Kampagnen hätten insgesamt 7,1 Milliarden Aufrufe erzielt.