Die Türkei ist bei Urlaubern aus der Europäischen Union eines der beliebtesten Reiseziele außerhalb des Staatenbundes. Wie das Statistikamt Eurostat mitteilte, unternahmen EU-Bürger im Jahr 2024 rund 8,8 Millionen Reisen in die Türkei. Damit entfielen elf Prozent aller außereuropäischen Privatreisen auf das Land am Bosporus, was Platz zwei im Ranking bedeutet.
Großbritannien unangefochten an der Spitze
Deutlich mehr EU-Bürger zog es jedoch nach Großbritannien: Mit 14,4 Millionen Reisen und einem Anteil von 18 Prozent führt das Vereinigte Königreich die Liste klar an. Auf Platz drei folgen die USA mit sechs Millionen Reisen, knapp dahinter die Schweiz mit 5,9 Millionen. In die Statistik fließen ausschließlich Reisen mit mindestens einer Übernachtung ein.
1,19 Milliarden Reisen – und 618 Milliarden Euro
Insgesamt unternahmen EU-Bürger ab 15 Jahren im Jahr 2024 rund 1,19 Milliarden tourismusbezogene Übernachtungsreisen, sowohl privat als auch geschäftlich. Der Großteil davon, nämlich 71,3 Prozent, spielte sich im eigenen Land ab. 20,9 Prozent der Reisen führten in einen anderen EU-Staat und lediglich 7,8 Prozent gingen über die Grenzen des Bündnisses hinaus.
Die Gesamtausgaben der Reisenden beliefen sich auf etwa 618 Milliarden Euro. Pro Person und Reise wurden im Durchschnitt 518 Euro ausgegeben. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede: Im Inland lagen die Kosten bei durchschnittlich 303 Euro, während Auslandsreisen mit 1 053 Euro mehr als dreimal so teuer waren.
Längere Reisen führen ins Ausland
Auch bei der Dauer unterscheiden sich Inlands- und Auslandsreisen. Im Schnitt dauerte eine Reise fünf Nächte. Während inländische Trips im Mittel vier Nächte umfassten, kamen Fernreisende auf durchschnittlich acht Übernachtungen.