Türkei beginnt mit Vorbereitungen für UNESCO-Welterbekomitee 2027 in Istanbul

19.08.2026 – 9:00 Uhr

Die Vorbereitungen für einen der bedeutendsten internationalen Kulturgipfel der Welt haben offiziell begonnen. Wie das Ministerium für Kultur und Tourismus am Donnerstag mitteilte, laufen die Planungen für die 49. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees, das 2027 unter türkischem Vorsitz in Istanbul stattfinden soll, auf Hochtouren.

Bei einem richtungsweisenden Treffen in Ankara wies Kultur- und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy die zuständigen Stellen an, die Vorbereitungen nicht nur als logistische Aufgabe zu betrachten, sondern die Veranstaltung als globale Bühne für das kulturelle Erbe der Türkei zu nutzen. In der Besprechung mit dem Präsidenten der türkischen UNESCO-Kommission, Öcal Oğuz, forderte Ersoy zudem eine umfassende internationale Kommunikationsstrategie.

TGA übernimmt – Profi-Team für Mega-Event

Um organisatorische Pannen zu vermeiden, zieht das Ministerium nun die Türkiye Tourism Promotion and Development Agency (TGA) hinzu. Ersoy betonte, dass die technische Infrastruktur, die Internetanbindung und die operative Abwicklung von professionellen Teams koordiniert werden müssen. Das Ziel besteht darin, die Anforderungen des UNESCO-Welterbezentrums frühzeitig zu erfüllen und eine reibungslose Durchführung zu garantieren.

Internationale Presse im Fokus

Ein zentraler Punkt der Strategie ist die Einbindung der Weltpresse. Minister Ersoy wies an, das globale Medieninteresse an dem Gipfel intensiv für die Tourismuswerbung zu nutzen. Geplant sind gezielte Inhalte, die die Fortschritte der Türkei im Denkmalschutz und die Einzigartigkeit der anatolischen Kulturstätten hervorheben sollen.

Von der Sicherheit bis zum Ballett: Der Masterplan

Laut den vorliegenden Planungen wird ein breites Bündnis aus Ministerien, der Istanbuler Stadtverwaltung und dem Gouverneursamt gebildet. Neben der Hauptversammlung sind zahlreiche Side-Events geplant – von Fachforen für Nachwuchskräfte im Bereich Welterbe bis hin zu Opern- und Ballettaufführungen für die Delegierten.

Ein besonderes Highlight der Vorbereitungen ist: Die Türkei plant eine Sonderausgabe des renommierten Magazins „World Heritage“ sowie eine aktualisierte Weltkulturerbe-Karte, auf der ein türkischer Ort besonders hervorgehoben wird. Die Materialien sollen in Englisch, Französisch und Türkisch erscheinen, um die Reichweite zu maximieren.

Kritische Infrastruktur wird geprüft

Neben dem Glanz der Veranstaltung stehen auch harte Fakten auf der Agenda. Die Vorbereitungsteams müssen Sicherheitskonzepte, Abfallmanagement, Notfallmedizin und insbesondere die Barrierefreiheit gemäß den strengen Vorgaben der UNESCO gewährleisten. Die Wahl des Kongresszentrums in Istanbul soll in Kürze finalisiert werden. Laut Ministerium verfügt die Stadt über ausreichend Kapazitäten für die internationalen Delegationen.