Türkei: Außenhandelsdefizit im Januar gestiegen

05.02.2026 – 6:35 Uhr

ANKARA – Das Handelsdefizit der Türkei hat sich im Januar ausgeweitet, nachdem das Exportwachstum spürbar nachgelassen hatte. Die Exporte des Landes sanken im Jahresvergleich um 3,9 Prozent und beliefen sich auf 20,3 Milliarden US-Dollar. Dies teilte Handelsminister Ömer Bolat am 2. Januar mit. Gleichzeitig stiegen die exportierten Waren auf Jahresbasis gerechnet um 3,7 Prozent auf 272,5 Milliarden US-Dollar.

Die Importe legten nur leicht zu und erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,03 Prozent auf 28,7 Milliarden US-Dollar, wie aus Daten des Handelsministeriums hervorgeht. Infolgedessen weitete sich das Außenhandelsdefizit im vergangenen Monat um 11,2 Prozent auf 8,35 Milliarden US-Dollar aus.

Die Exportquote (Export-/Importverhältnis) sank im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,9 Punkte auf 70,9 Prozent.

Deutschland war im Januar das größte Exportziel der Türkei mit einem Volumen von 1,78 Milliarden US-Dollar, gefolgt von den USA mit 1,22 Milliarden und dem Vereinigten Königreich mit 1,21 Milliarden US-Dollar. Bei den Ländergruppen lag die Europäische Union (EU-27) mit 8,77 Milliarden US-Dollar an der Spitze, gefolgt von Ländern des Nahen und Mittleren Ostens mit 3,42 Milliarden und anderen europäischen Ländern mit 2,9 Milliarden US-Dollar.

Auf der Importseite stand China mit 4,28 Milliarden US-Dollar an erster Stelle, gefolgt von Russland mit 2,94 Milliarden und den USA mit 2,87 Milliarden US-Dollar.

Nach Angaben des Türkischen Statistischen Instituts (TÜİK) stiegen die Exporte der Türkei im Jahr 2025 um 4,4 Prozent auf 273,4 Milliarden US-Dollar, während die Importe um 6,2 Prozent auf 365,4 Milliarden US-Dollar zunahmen. Im mittelfristigen Programm der Regierung ist das Exportziel für 2026 auf 282 Milliarden US-Dollar festgesetzt.