Der Bestand der kurzfristigen Auslandsschulden der Türkei ist zuletzt leicht gesunken. Laut Angaben der Zentralbank belief er sich Ende November auf 163,7 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Rückgang um 1,3 Prozent gegenüber Oktober.
Unter Einbeziehung aller innerhalb eines Jahres fälligen Zahlungsverpflichtungen – unabhängig von deren ursprünglicher Laufzeit – erhöht sich die Summe jedoch deutlich. Diese sogenannte Restlaufzeitschuld erreichte im selben Zeitraum 224 Milliarden US-Dollar.
Innerhalb der kurzfristigen Auslandsschulden zeigen sich gegenläufige Entwicklungen. Während die Verbindlichkeiten der Banken leicht um 0,4 Prozent auf 73,8 Milliarden US-Dollar stiegen, senkte die Zentralbank ihre kurzfristigen Verpflichtungen deutlich um 8,7 Prozent auf 25,2 Milliarden US-Dollar. Die kurzfristigen Devisenkredite der Banken aus dem Ausland nahmen um 1,7 Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar zu.
Bei den Einlagen nicht ansässiger Ausländer gab es Verschiebungen. Die Fremdwährungseinlagen (ohne Bankensektor) sanken um 1,0 Prozent auf 20,9 Milliarden Dollar. Dagegen legten die Einlagen in türkischer Lira um 3,4 Prozent auf 25,7 Milliarden Dollar zu.
Die kurzfristigen Schulden anderer Sektoren außer Banken und Notenbank verringerten sich marginal um 0,1 Prozent auf 64,7 Milliarden US-Dollar.
Die Währungskomposition des Schuldenbestands setzte sich wie folgt zusammen: 34,2 Prozent entfielen auf US-Dollar, 27,2 Prozent auf Euro und 24,0 Prozent auf türkische Lira. Weitere Währungen machten 14,6 Prozent aus. Die Daten wurden am 19. Januar von der türkischen Zentralbank veröffentlicht.