Der türkische Telekommunikationskonzern Türk Telekom hat im ersten Quartal 2026 einen massiven Gewinnsprung verbucht und gleichzeitig historische Bestmarken im Mobilfunk aufgestellt. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, kletterte der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 55,6 Prozent auf 10,5 Milliarden Türkische Lira.
Als Haupttreiber für dieses starke Ergebnis nannte der Konzern ein robustes Umsatzwachstum, eine höhere Profitabilität und eine gesteigerte operative Effizienz. Der konsolidierte Umsatz legte um 8,7 Prozent auf 64,9 Milliarden Lira zu. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich überproportional um 17,1 Prozent auf 27,4 Milliarden Lira. Die EBITDA-Marge stieg infolgedessen um 300 Basispunkte auf 42,3 Prozent.
Unterdessen forciert der Konzern seine Investitionen in die Zukunft. Die Investitionsausgaben – ohne Aufwendungen für Solarenergie, Konzessionsverlängerungen und Mobilfunklizenzen – schnellten um 70,3 Prozent auf 17 Milliarden Lira in die Höhe. Ausschlaggebend hierfür war vor allem der beschleunigte Ausbau des 5G-Netzes.
Auch beim Ausbau der digitalen Infrastruktur vermeldet das Unternehmen Fortschritte: So wurde das Glasfasernetz auf eine Gesamtlänge von 550.000 Kilometern erweitert. Die Fiber-Abdeckung erreicht inzwischen 34,4 Millionen Haushalte. Bemerkenswert ist die hohe Durchdringung im Festnetz-Breitbandsegment: 93,6 Prozent der Kunden nutzen bereits einen Glasfaseranschluss.
Insgesamt schloss Türk Telekom das Quartal mit 57,2 Millionen Teilnehmern ab, was einem Nettozuwachs von 613.000 Kunden innerhalb von drei Monaten entspricht. Besonders dynamisch entwickelte sich das Mobilfunkgeschäft: Mit einem Nettozuwachs von 712.000 Verträgen stieg die Zahl der Mobilfunkkunden auf 32,2 Millionen. Laut Unternehmensangaben ist dies das stärkste erste Quartal in diesem Segment seit 2014.
Einen neuen Allzeit-Rekord stellen zudem die Postpaid-Nettozugänge dar. In den vergangenen zwölf Monaten gewann Türk Telekom 4,8 Millionen Laufzeitvertragskunden hinzu.