Trotz nominalem Anstieg: Immobilienpreise in der Türkei verlieren real an Wert

19.02.2026 – 6:30 Uhr

Während die Immobilienpreise in der Türkei im Januar real gesunken sind, ziehen die Mietpreise weiterhin stark an. Wie die Zentralbank am 17. Februar mitteilte, verzeichnete der Wohnimmobilienpreisindex (RPPI) im Vergleich zum Vorjahresmonat einen realen Rückgang von 2,3 Prozent.

Nominal zeigt der Markt hingegen eine gegensätzliche Entwicklung: Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Preise landesweit um 3,7 Prozent. Innerhalb eines Jahres ergab sich sogar ein nominales Plus von 27,7 Prozent. Die Teuerungsrate relativiert diese Gewinne jedoch, sodass für Eigentümer und Käufer real ein Wertverlust bleibt.

In den Metropolen fiel die Preissteigerung im Januar unterschiedlich aus. In Istanbul erhöhten sich die Quadratmeterpreise um 3,1 Prozent, in Ankara um 3,5 Prozent und in Izmir um 3,7 Prozent. Auf Jahressicht verzeichnete Ankara mit 31,7 Prozent das stärkste nominale Plus, gefolgt von Izmir mit 29 Prozent und Istanbul mit 28,7 Prozent.

Deutlich dynamischer als der Kaufmarkt entwickelt sich der Mietsektor. So schnellte der Index für Neuvertragsmieten (NTRI) im Januar nominal um 34,2 Prozent nach oben. Besonders in den Großstädten zogen die Mieten an: In Izmir betrug das Plus 4,7 Prozent, in Istanbul 3,9 Prozent und in Ankara 3,5 Prozent. Über das gesamte Jahr betrachtet müssen Neumieter in Istanbul (38,1 Prozent) und Izmir (38,5 Prozent) besonders tief in die Tasche greifen.