Start-up-Aktivität in der Türkei steigt, Investitionsvolumen sinkt auf 1,4 Milliarden Dollar

12.03.2026 – 6:35 Uhr

ANKARA – Die Start-up-Szene in der Türkei verzeichnete 2025 insgesamt 360 Transaktionen im Wert von 1,4 Milliarden US-Dollar, wie der Bericht „Turkish Startup Investments Review 2025“ von KPMG M&A Türkei zeigt. Im Vergleich dazu wurden 2024 331 Deals mit einem Gesamtvolumen von 2,6 Milliarden Dollar registriert. Während die Zahl der Deals also anstieg, sank der Gesamtwert der Investitionen deutlich.

Der Rückgang sei vor allem auf das Fehlen von Mega-Deals im Jahr 2025 zurückzuführen, die im Vorjahr das Investitionsvolumen erheblich angehoben hatten, heißt es in dem Bericht. Infolgedessen zeichnete sich der Markt 2025 durch kleinere durchschnittliche Deal-Größen und ein selektiveres Investitionsumfeld aus.

Akquisitionen und Frühphasen-Investitionen machten den Großteil des Investitionsvolumens aus – 64,3 Prozent beziehungsweise 27,7 Prozent – und summierten sich auf rund 975 Millionen Dollar. Nach Deal-Anzahl dominierte jedoch die Seed-Phase mit 269 Transaktionen, die etwa 75 Prozent aller Deals ausmachten.

Lokale Investoren führten den Markt nach Deal-Zahl an und beteiligten sich an 318 von 360 Transaktionen, während ausländische Investoren in 42 Deals involviert waren. Beim Investitionsvolumen dominierten jedoch die ausländischen Investoren mit 1,15 Milliarden Dollar im Vergleich zu 227 Millionen Dollar von lokalen Geldgebern, was die anhaltende Bedeutung internationalen Kapitals für große Transaktionen unterstreicht.

Branchenseitig lag künstliche Intelligenz nach Deal-Anzahl an der Spitze, gefolgt von SaaS, Healthtech, Fintech, Gaming und Biotech. Beim Investitionsvolumen führte der Bereich Lieferung und Logistik mit etwa 700 Millionen Dollar, maßgeblich getrieben durch den Kauf von 85 Prozent der Anteile an Trendyol Go durch Uber – die größte Transaktion des Jahres.