Şimşek: Wirtschaftsprogramm hat Widerstandskraft der Türkei gestärkt

Archivbild: DHA
06.11.2026 – 13:00 Uhr

Trotz mehrerer Belastungen im Jahr 2026 hat die türkische Wirtschaft nach Einschätzung von Finanzminister Mehmet Şimşek an Widerstandskraft gewonnen. Das Wirtschaftsprogramm habe die makroökonomischen Grundlagen gestärkt, so Şimşek am 5. November bei den Beratungen über den Haushalt 2027 im Planungs- und Haushaltsausschuss des Parlaments. Abweichungen von den Zielen des Programms seien trotz der erlebten Schocks begrenzt geblieben.

Für das laufende Jahr rechnet der Minister mit einem Wirtschaftswachstum von 3,3 Prozent. Dies liegt 0,5 Prozentpunkte unter dem Ziel des Mittelfristprogramms. Für 2027 wird eine allmähliche Beschleunigung erwartet, die von einer Erholung der Auslandsnachfrage sowie von produktivitäts- und wertschöpfungsorientierten Investitionen getragen wird.

Im kommenden Jahr dürften laut Şimşek eine straffe Geldpolitik, eine moderate Binnennachfrage, verbesserte Erwartungen, nachlassende Trägheit bei der Dienstleistungsinflation und sinkende globale Rohstoffpreise den Inflationsrückgang unterstützen. Das Leistungsbilanzdefizit ist dank des gestärkten politischen Rahmens in einem beherrschbaren Bereich geblieben. Für 2025 nannte er eine Quote von 1,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Für dieses Jahr wird trotz des Krieges ein Wert von rund 2,2 Prozent erwartet, was der Schätzung für das dritte Quartal entspricht. Das Haushaltsdefizit soll unter 3,5 Prozent bleiben.

Zusätzliche Maßnahmen sollen das Vertrauen von Investoren stärken und ein ordnungsgemäßes Funktionieren der Kapitalmärkte sichern. Ein derzeit vorbereiteter Entwurf sieht höhere Strafen für Marktmanipulation vor.