Der Internationale Währungsfonds (IWF) zeigt sich nun auch für die türkische Wirtschaft zuversichtlicher. Wie aus der aktualisierten Prognose im „World Economic Outlook“ hervorgeht, hat der IWF seine Wachstumsprognose für die Türkei im Jahr 2026 deutlich angehoben.
Das erwartete Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) wurde von 3,7 auf 4,2 Prozent nach oben korrigiert. Auch für das Jahr 2027 rechnet der IWF mit einer stärkeren Expansion: Die Prognose stieg von 3,7 auf 4,1 Prozent.
Diese Revision folgt kurz nach einer ähnlichen Anpassung durch die Weltbank. Diese hatte in der vergangenen Woche ihre Prognose für das Jahr 2026 von 3,6 auf 3,7 Prozent und für das Jahr 2027 von 4,2 auf 4,4 Prozent erhöht.
Globales Wachstum stabil
Weltweit geht der IWF für das laufende Jahr von einem Wachstum von 3,3 Prozent aus. Dieser Wert bleibt damit gegenüber der Schätzung für 2025 unverändert, liegt aber höher als die Projektion von Oktober 2026 (3,1 Prozent).
Getrieben wird die globale Entwicklung unter anderem durch eine robuste US-Wirtschaft. Dank der höchsten Investitionen in Technologie seit 2001 wird für die USA in diesem Jahr ein Plus von 2,4 Prozent erwartet – auch dies eine Aufwärtskorrektur.
Für China, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, prognostiziert der IWF nun ein Wachstum von 4,5 Prozent nach zuletzt 4,2 Prozent. Als Grund wird unter anderem ein Handelswaffenstillstand mit den USA genannt, durch den Zölle auf chinesische Exporte reduziert wurden.