Die Türkei hat ihre Schieneninfrastruktur seit 2002 massiv ausgebaut und modernisiert. Wie der türkische Verkehrs- und Infrastrukturminister Abdulkadir Uraloğlu mitteilte, wuchs das landesweite Streckennetz in diesem Zeitraum von 10.948 auf 13.919 Kilometer – ein Zuwachs von fast 3.000 Kilometern.
Besonders bemerkenswert ist, dass 2.251 Kilometer davon komplett neu gebaute Hochgeschwindigkeitsstrecken sind. Damit hat sich die Türkei laut Ministerium als sechstes Land in Europa und achtes weltweit etabliert, das Hochgeschwindigkeitszüge betreibt. Seit dem Start des Schnellzugverkehrs im Jahr 2009 wurden demnach bereits 114 Millionen Passagiere befördert.
Doch nicht nur neue Gleise prägen das Bild. Auch der Bestand wurde grundlegend erneuert. Inzwischen sind 61 Prozent des Netzes mit modernen Signalsystemen ausgestattet und mehr als die Hälfte der Strecken ist elektrifiziert. Uraloğlu betonte, dass die Modernisierung der Bahn ein zentraler Baustein der Verkehrspolitik sei, mit dem Ziel, den Schienenverkehr als Rückgrat für Personen- und Gütertransporte deutlich zu stärken.
Die Zahlen unterstreichen den tiefgreifenden Wandel des türkischen Bahnsektors, der innerhalb von zwei Jahrzehnten von einem vielfach veralteten Netz zu einer der am schnellsten wachsenden Schieneninfrastrukturen in der Region umgebaut wurde.