Rückgang zum Jahresende: Inflation in der Türkei so niedrig wie seit vier Jahren nicht

05.01.2026 – 11:00 Uhr

Die Inflationsdynamik in der Türkei hat sich zum Jahresende weiter abgeschwächt. Laut dem türkischen Statistikamt TÜİK stiegen die Verbraucherpreise im Dezember 2025 gegenüber dem Vormonat um 0,89 Prozent. Der Erzeugerpreisindex legte im gleichen Zeitraum um 0,75 Prozent zu.

Auf Jahressicht belief sich die Inflation bei den Verbraucherpreisen auf 30,89 Prozent, während die Preise auf Erzeugerebene um 27,67 Prozent stiegen. Damit setzte sich der rückläufige Trend der vergangenen Monate fort. Laut TÜİK erreichte die jährliche Teuerungsrate bei den Verbraucherpreisen den niedrigsten Stand seit 49 Monaten. Zuletzt hatte der Index im November 2021 mit 21,31 Prozent ein vergleichbares Niveau erreicht.

Unter Berücksichtigung der Zwölf-Monats-Durchschnittswerte erhöhte sich der Verbraucherpreisindex um 34,88 Prozent. Der Durchschnitt der inländischen Erzeugerpreise lag mit einem Plus von 25,36 Prozent deutlich darunter.

In den Monaten zuvor waren die monatlichen Preissteigerungen teils deutlich höher ausgefallen. So legte der Verbraucherpreisindex im Juli um 2,06 Prozent, im August um 2,04 Prozent, im September um 3,23 Prozent, im Oktober um 2,55 Prozent und im November um 0,87 Prozent zu.

Mit der Veröffentlichung der aktuellen Inflationsdaten steht nun auch der neue Richtwert für Mieterhöhungen fest. Für Wohn- und Gewerbeimmobilien gilt im Januar ein maximaler Anpassungssatz von 34,88 Prozent.

Ökonomen hatten im Vorfeld mit einem ähnlichen oder etwas stärkeren Preisanstieg gerechnet. Laut einer Umfrage von AA Finanz wurde im Dezember ein durchschnittlicher monatlicher Anstieg der Verbraucherpreise von 0,96 Prozent erwartet. Auf dieser Basis wäre die Jahresinflation rechnerisch auf rund 31 Prozent gesunken.