Ausländische Touristen haben der Türkei im vergangenen Jahr Rekordsummen für Modeartikel und Andenken beschert. Wie das Statistische Amt der Türkei (TÜİK) mitteilte, gaben die Besucher allein für Bekleidung und Schuhe 2025 mehr als 6,1 Milliarden US-Dollar aus. Damit wurde die Sechs-Milliarden-Schwelle erstmals übersprungen. Zum Vergleich: 2021 lagen die Ausgaben in dieser Kategorie noch bei 3,8 Milliarden Dollar.
Die Zahlen belegen den stark wachsenden Stellenwert des Einzelhandels für die Tourismuswirtschaft des Landes. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre summierten sich die Einnahmen aus dem Verkauf von Kleidung und Schuhen an Touristen auf insgesamt 27,7 Milliarden US-Dollar.
Ein weiterer wesentlicher Ausgabenposten waren Souvenirs. Auch hier erreichten die Umsätze mit 2,28 Milliarden Dollar einen neuen Höchststand und übertrafen den Vorjahreswert von 2,15 Milliarden Dollar. Es handelt sich um den höchsten jemals gemessenen Wert seit Beginn der jährlichen Erhebung im Jahr 2012.
Insgesamt spülten Andenkenverkäufe in den vergangenen fünf Jahren knapp 9,9 Milliarden Dollar in die Kassen. Nach einem pandemiebedingten Einbruch im Jahr 2021 erholte sich der Sektor deutlich und übersprang in den Folgejahren stabil die Zwei-Milliarden-Dollar-Marke.
Die Daten unterstreichen, dass die touristischen Gesamteinnahmen der Türkei zunehmend von Ausgaben abhängig sind, die über die klassische Pauschalreise hinausgehen. Der Einzelhandel profitiert in besonderem Maße von dieser Entwicklung.