Elf türkische Universitäten haben sich im aktuellen fachspezifischen Hochschulranking des britischen Analysehauses Quacquarelli Symonds (QS) in den weltweiten Top 500 platziert. Dies gab der Rat für Hochschulbildung (YÖK) am Donnerstag bekannt. Besonders hervorzuheben ist der Erfolg im Bereich Ingenieurwesen und Technologie, in dem eine türkische Universität unter die ersten 100 kam.
Die Bewertung, die als die bisher umfangreichste der Organisation gilt, erfasste mehr als 1 900 Hochschulen aus über 100 Ländern. Untersucht wurden die fünf Hauptfächerbereiche Geisteswissenschaften und Kunst, Ingenieurwesen und Technologie, Lebenswissenschaften und Medizin, Naturwissenschaften sowie Sozialwissenschaften und Management, die sich wiederum in 55 Einzeldisziplinen unterteilen. Als Kriterien dienten unter anderem der akademische Ruf, die Reputation bei Arbeitgebern sowie die Zitationsrate wissenschaftlicher Arbeiten.
Im Bereich Ingenieurwesen und Technologie erzielte die Technische Universität Istanbul (İTÜ) mit Platz 91 das beste Ergebnis eines türkischen Instituts in diesem Rankingzyklus. In dieser Disziplin folgten die Technische Universität des Nahen Ostens (ODTÜ) auf Rang 103, die Boğaziçi-Universität auf Rang 236 und die Koç-Universität auf Rang 243.
Im Bereich Sozialwissenschaften und Betriebswirtschaft erreichte die ODTÜ mit Platz 173 die höchste Wertung unter den türkischen Hochschulen. Es folgen die Boğaziçi-Universität (Platz 217) und die Koç-Universität (Platz 252). Insgesamt konnten sich in diesem Fachbereich neun türkische Universitäten unter den ersten 500 platzieren.
In den Bereichen Kunst und Geisteswissenschaften belegte die ODTÜ den 242. Rang, gefolgt von der Istanbul Universität (279) und der Technischen Universität Istanbul (284). In den Lebenswissenschaften und der Medizin war die Hacettepe-Universität mit Platz 308 die beste türkische Hochschule.
Neben den bereits genannten Hochschulen schafften es auch die Ankara University, die Gazi University, die Sabancı University und die Yıldız Technical University (YTÜ) in verschiedenen Kategorien in die erweiterte Spitzengruppe.
Der Vorsitzende des YÖK, Erol Özvar, zeigte sich zufrieden mit dieser Entwicklung. Die anhaltenden Erfolge der türkischen Universitäten im internationalen Wettbewerb seien erfreulich. „Wir setzen unsere geplanten und entschlossenen Bemühungen fort, um gemeinsam größere Ziele zu erreichen“, wurde er in einer schriftlichen Stellungnahme der Behörde zitiert. Özvar gratulierte allen Hochschulen, die sich in den Rankings platziert haben.