Der türkische Tourismussektor zeigt nach Angaben des Tourismusministeriums erste Anzeichen einer Erholung. Hintergrund sind jedoch weiterhin geopolitische Spannungen im Nahen Osten, die die Zahl der Reservierungen zuvor gebremst hatten.
Der Kultur- und Tourismusminister der Türkei, Mehmet Nuri Ersoy, erklärte, die Auswirkungen des Krieges würden sich vor allem im zweiten Quartal deutlicher bemerkbar machen. „Derzeit steuern wir unsere Entwicklung wöchentlich“, so Ersoy.
Seit Beginn der Krise habe die Türkei ihre internationalen Werbemaßnahmen in allen Zielmärkten deutlich ausgeweitet. Ziel sei es, die negativen Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Sollte kurzfristig ein dauerhafter Frieden erreicht werden, rechne man mit einer schnellen Erholung der Nachfrage.
Ersoy betonte zudem, dass die globale Wirtschaft stark unter dem Konflikt leide und insbesondere die Reisekosten gestiegen seien. Die Türkei ziehe vor allem Gäste aus einem Umkreis von rund vier Flugstunden an. Die Flugpreise für Hin- und Rückreisen seien im Durchschnitt um etwa 70 bis 80 US-Dollar gestiegen.
Viele Reisende würden trotz vorhandener finanzieller Möglichkeiten ihre Buchungen aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheiten verschieben. Dennoch zeigten die Daten einen langsamen Anstieg der Reservierungen.
Nach Angaben des Ministers seien bereits frühzeitige Buchungskampagnen der Hotellerie bis in den April und Mai verlängert worden. Auch während der Krise zeige sich an einzelnen Tagen wieder ein Buchungsniveau, das mit dem Vorjahr vergleichbar sei. „Sobald ein dauerhafter Waffenstillstand erreicht wird, werden Frühbucherangebote nach und nach an Bedeutung verlieren“, sagte Ersoy.