Die US-Ratingagentur S&P Global Ratings hält an ihrer Kreditwürdigkeitseinschätzung für die Türkei fest. In einer am [Datum] veröffentlichten Mitteilung bestätigte S&P die Lang- und Kurzfristigen Fremd- und Landeswährungsratings der Republik mit „BB-/B“. Der Ausblick für die weitere Entwicklung bleibt „stabil”.
S&P begründet die stabile Prognose mit der Erwartung, dass die türkische Wirtschaft den anhaltenden Energiepreisschock überstehen wird. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass die Regierung in Ankara an ihrem straffen geldpolitischen Kurs sowie an einer restriktiven Lohnpolitik festhält. Zudem müsse ein weiteres Abschmelzen der Devisenreserven vermieden werden.
Laut S&P spiegelt die Bestätigung der Bonitätsnote die Einschätzung wider, dass die türkischen Behörden die im mittelfristigen Wirtschaftsprogramm (MTP) für 2026 bis 2028 festgelegten wirtschafts- und fiskalpolitischen Ziele trotz der Belastungen aus höheren Energiepreisen umsetzen werden.
Verbesserungspotenzial bei Devisenreserven und Vertrauen in Lira
Die Ratingagentur nannte konkrete Bedingungen für eine mögliche Höherstufung der Kreditwürdigkeit. Demnach könnte S&P die Ratings anheben, wenn sich die Devisenreserven des Landes erholen und weitere Fortschritte bei der Senkung der Inflation erzielt werden. Als Zielmarke gilt hierbei das Erreichen einer einstelligen Inflationsrate. Gleichzeitig müsse das Vertrauen in die türkische Lira wiederhergestellt werden.
Abwärtsrisiken durch Währungsverfall und Dollarisierung
S&P warnt jedoch auch vor Faktoren, die zu einer Herabstufung führen könnten. Eine solche negative Entwicklung droht, wenn sich der Druck auf die Zahlungsbilanz, die Finanzstabilität oder die Staatsfinanzen verschärft. Mögliche Auslöser sind laut der Agentur anhaltend hohe globale Energiepreise oder eine Kehrtwende in der heimischen Wirtschaftspolitik. Dies könnte eine ungebremste Währungsabwertung, eine zunehmende Dollarisierung der Wirtschaft sowie erneute Rückgänge bei den Devisenreserven zur Folge haben.