Neues Wassergesetz: So will die Türkei die drohende Dürre bekämpfen

29.11.2025 – 14:00 Uhr

Angesichts drohender Dürren hat die türkische Regierung ein neues Wassergesetz verabschiedet. Wie Landwirtschaftsminister İbrahim Yumaklı im Parlament mitteilte, sind die Vorbereitungen für das „Wasser- und Hochwassergesetz” abgeschlossen. Gleichzeitig warnte er vor einem erheblichen Rückgang der Niederschläge.

Im Planungs- und Haushaltsausschuss des Parlaments sagte Yumaklı, die landesweiten Regenfälle seien im Vergleich zum Vorjahr um 29,4 Prozent gesunken. „Dürre ist nicht nur ein Problem der Türkei, sondern eine globale Herausforderung“, betonte der Minister. Für den Ernstfall liege ein Notfallaktionsplan bereit.

Das geplante „Wassergesetz“ soll das Management der Wasserressourcen umfassend regeln. Dazu gehören die Nutzung von Oberflächenwasser, der Hochwasserschutz und die Bewässerung in der Landwirtschaft. Auch Maßnahmen zur Verhinderung von Verschmutzung, Kontrollen und eine nachhaltige Planung sollen darin verankert werden.

Yumaklı präsentierte zudem aktuelle Zahlen zur Landwirtschaft. Demnach ist die Zahl der registrierten Landwirte von 2 173 000 im Jahr 2021 auf 2 364 000 im Jahr 2025 gestiegen. Gleichzeitig vergrößerte sich die bewirtschaftete Fläche von 151,6 Millionen auf 170,1 Millionen Dekar.

Ein anhaltendes Problem ist die Überalterung der Berufsgruppe. Das Durchschnittsalter der Landwirte in der Türkei liegt inzwischen bei 59 Jahren. Ein ähnlicher Trend zeigt sich in der EU, wo das Durchschnittsalter von 51 Jahren im Jahr 2013 auf heute 57 Jahre angestiegen ist.

Allerdings wächst der Anteil junger Menschen in der Landwirtschaft allmählich. Im Jahr 2023 machten junge Landwirte 12,6 Prozent derjenigen aus, die Agrarsubventionen erhielten. Dieser Anteil stieg auf 13,5 Prozent im Jahr 2024 und liegt 2025 bei 14,2 Prozent.