Die türkische Start-up-Szene wächst weiter: Mit dem KI-Technologieunternehmen HubX gibt es nun ein achtes türkisches „Einhorn“ – also ein nicht börsennotiertes Start-up mit einer Bewertung von mehr als einer Milliarde US-Dollar.
HubX, das 2022 in Izmir gegründet wurde, hat rund 75 Millionen US-Dollar vom Investor Point72 Private Investments erhalten. Die Transaktion bewertet das Unternehmen mit 1,2 Milliarden US-Dollar und macht HubX zum jüngsten Milliarden-Start-up der Türkei.
Für HubX ist es zugleich die erste externe Finanzierungsrunde. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben mehr als 40 mobile und webbasierte Anwendungen entwickelt, darunter Nova, Wiser, DaVinci und Lotus Flow. Die Apps erreichen inzwischen mehr als 600 Millionen Nutzer in über 190 Ländern.
Acht „Turcorns“ aus der Türkei
Mit HubX zählt die Türkei nun acht Unternehmen, die die Milliardenbewertung überschritten haben. Neben HubX gehören dazu Peak Games, Getir, Dream Games, Trendyol, Hepsiburada, Insider und Loom.
In der Türkei werden die heimischen Einhörner häufig als „Turcorns“ bezeichnet.
Ziel: 100 Milliarden-Dollar-Unternehmen bis 2030
Die Regierung will die Zahl der türkischen Milliarden-Start-ups weiter erhöhen. Dafür wurde 2022 vom türkischen Ministerium für Industrie und Technologie das Programm Turcorn 100 ins Leben gerufen.
Es richtet sich an Technologie-Start-ups, die ihre frühe Entwicklungsphase bereits erfolgreich abgeschlossen haben, über starkes Wachstumspotenzial verfügen und international expandieren wollen.
In der ersten Hälfte dieses Jahres waren bereits 43 Start-ups Teil des Programms. Im März 2025 waren es noch 23 gewesen – innerhalb von 15 Monaten hat sich die Zahl damit nahezu verdoppelt.
Das langfristige Ziel ist ambitioniert: Bis 2030 sollen aus der Türkei 100 „Turcorns“ hervorgehen. Gleichzeitig soll die Zahl der Technologie-Start-ups im Land auf 100.000 steigen und der Gesamtwert der türkischen Einhörner mehr als 100 Milliarden US-Dollar erreichen.