Neue Krise in der türkischen Gastronomie: Personalkosten und Zeitverlust belasten Betriebe

15.03.2026 – 15:00 Uhr

ISTANBUL – Die türkische Gastronomiebranche steht vor einer neuen wirtschaftlichen Herausforderung. Laut dem Türkischen Institut zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung (TİSVA) werden jährlich rund 23 Millionen Tonnen Lebensmittel verschwendet, ein Großteil davon in Restaurants und anderen Außer-Haus-Verzehr-Kanälen.

Doch die eigentliche finanzielle Belastung liegt inzwischen nicht nur im Lebensmittelverlust, sondern vor allem in den hohen Personalkosten und ineffizient genutzter Arbeitszeit. In türkischen Restaurants machen die Arbeitskosten 45–50 % des Umsatzes aus, während der weltweite Durchschnitt bei etwa 25 % liegt. Laut TÜİK sind die stündlichen Arbeitskosten im Jahresvergleich um 34,2 % gestiegen.

Manuelle Prozesse wie Bestandsführung und Rechnungsabwicklung binden Personal und Management, verringern die Effizienz und verursachen weitere finanzielle Einbußen. Laut İlyas Akça, Gründer und CEO von NarPOS, ist die Digitalisierung inzwischen kein Luxus mehr, sondern eine notwendige Maßnahme, um Zeitverschwendung zu stoppen und Mitarbeiter zu entlasten.

Digitale Managementsysteme wie NarBOSS ermöglichen eine Echtzeit-Überwachung von Lagerbeständen, reduzieren manuelle Kontrollen und erhöhen die Servicequalität. Gleichzeitig wird die Motivation der Mitarbeiter gestärkt, und die Betreiber können sich stärker auf Wachstum und Kundenzufriedenheit konzentrieren.

In Zeiten hoher Betriebskosten gilt die Digitalisierung nicht nur der Reduktion von Lebensmittelverschwendung, sondern auch der Optimierung von Arbeitsprozessen und der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.