Neue britische Botschafterin lobt „sehr starke“ Beziehungen zur Türkei

17.09.2026 – 9:00 Uhr

Die neue britische Botschafterin in Ankara, Jennifer Elizabeth Anderson, sieht die Beziehungen zwischen Großbritannien und der Türkei auf einem guten Weg. Handel, Verteidigung und weitere Bereiche der Zusammenarbeit hätten sich in den vergangenen Jahren deutlich entwickelt.

Die Beziehungen zwischen der Türkei und Großbritannien seien „sehr stark und würden noch stärker“, sagte Anderson am 15. September in einem Interview mit der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu.

Anderson, die das Gespräch auf Türkisch führte, verwies auf die Entwicklung des bilateralen Handels. Als sie erstmals in die Türkei kam, habe das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern bei 17 Milliarden Pfund (rund 23 Milliarden Dollar) gelegen. In diesem Jahr seien es bereits 28,6 Milliarden Pfund.

Neue Abkommen vertiefen Zusammenarbeit

Anderson war bereits von 2017 bis 2020 als stellvertretende Missionschefin an der britischen Botschaft in Ankara tätig. Nun kehrte sie als Botschafterin in die Türkei zurück. Nach der Übergabe ihrer Akkreditierung an Präsident Recep Tayyip Erdoğan am 8. September trat sie offiziell ihr Amt an.

Als wichtige Schritte für die bilateralen Beziehungen nannte Anderson das im April unterzeichnete „Strategic Partnership Framework“ sowie das im Juli geschlossene Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaftsabkommen. Beide Vereinbarungen hätten die Beziehungen weiter vertieft.

Zudem laufen nach ihren Angaben Verhandlungen über ein neues Freihandelsabkommen zwischen den beiden Ländern.

Zusammenarbeit in zahlreichen Bereichen

Die Kooperation zwischen London und Ankara werde kontinuierlich ausgeweitet, sagte Anderson. Neben Handel und Verteidigung umfasse sie unter anderem Migration, Entwicklungszusammenarbeit, Wissenschaft, Technologie und Innovation sowie den Übergang zu einer klimafreundlicheren Energieversorgung.

„Als britische Botschafterin bin ich entschlossen, unsere Partnerschaft und Freundschaft weiter voranzubringen“, sagte Anderson.

Botschafterin hält Verbindung zur Türkei

Anderson berichtete außerdem, dass sie vor ihrer Abreise aus der Türkei am Ende ihrer ersten Amtszeit Türkisch gelernt habe. Sie habe anschließend türkische Zeitungen gelesen und türkisches Fernsehen verfolgt, um die Entwicklungen im Land weiter zu verfolgen.

„Die Türkei war immer in meinem Herzen. Deshalb habe ich versucht, die Entwicklungen in der Türkei so genau wie möglich zu verfolgen“, sagte die neue Botschafterin.