ISTANBUL – In der Türkei nimmt ein weiteres Projekt für ein eigenes Automobil Fahrt auf. Nach Togg arbeitet das Unternehmen HABAŞ an einer neuen Pkw-Marke, die mit türkischem Kapital entwickelt werden soll. Das erste Modell könnte noch bis Ende des Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Für das Projekt nutzt HABAŞ das frühere Honda-Werk im westtürkischen Gebze. Bei der Entwicklung des Fahrzeugs ist zudem der international bekannte Autodesigner Frank Stephenson beteiligt, der unter anderem für Marken wie BMW, Ferrari und McLaren gearbeitet hat.
Sedan und Crossover geplant
Zum Start soll HABAŞ an zwei unterschiedlichen Modellen arbeiten: einer Limousine und einem Crossover. Neben klassischen Benzinmotoren werden demnach auch Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Antriebe geprüft.
Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben umfangreiche Investitionen in die türkische Automobilproduktion. Die Gesamtinvestition für die Produktion von Pkw und Nutzfahrzeugen wird auf rund eine Milliarde Euro geschätzt.
Im ehemaligen Honda-Werk in Gebze soll eine jährliche Produktionskapazität von 75.000 Fahrzeugen aufgebaut werden.
Ausbau der Modellpalette möglich
Langfristig könnte die Modellpalette über Limousine und Crossover hinaus erweitert werden. Im Gespräch sind unter anderem SUVs und leichte Nutzfahrzeuge.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Design. Stephenson, der unter anderem an Fahrzeugen für BMW, Ferrari und McLaren gearbeitet hat, soll die Markenidentität und Designsprache des neuen türkischen Herstellers entwickeln.
Mit der Wiederaufnahme der Fahrzeugproduktion im ehemaligen Honda-Werk will HABAŞ in der Türkei eine neue Pkw-Marke aufbauen und die heimische Automobilproduktion weiter ausbauen.