Es gibt gute Nachrichten für Reisende zwischen der Hauptstadt und der Türkischen Riviera: Die Fluggesellschaft AJet reaktiviert die im November eingestellte Verbindung zwischen Ankara und Alanya. Vertreter der Tourismusbranche zeigen sich jedoch nur bedingt zufrieden und kritisieren den späten Zeitpunkt der Wiederaufnahme.
Ab dem 31. März wird die Fluggesellschaft AJet, eine Tochter der Turkish Airlines, den Flugverkehr von Ankara in die südtürkische Tourismusregion wieder aufnehmen. Wie das Unternehmen am Dienstag bekannt gab, startet die erste Maschine von Ankara aus in Richtung Gazipaşa-Alanya Flughafen. Ab dem 3. April folgen dann die Rückflüge von der Mittelmeerküste in die Hauptstadt.
Die Verbindung war im November des vergangenen Jahres ausgesetzt worden, was bei den Tourismusvertretern in Alanya für deutliche Kritik gesorgt hatte. Insbesondere die Tatsache, dass die Linie über die gesamte Wintersaison hinweg nicht bedient wurde, stieß auf Unverständnis.
„3. April ist ein verspätetes Datum“
Cem Özcan, der Vorsitzende des Vereins der touristischen Betriebe Alanyas (ALTİD), bezeichnete die Wiederaufnahme der Flüge zwar als wichtigen Schritt, übte jedoch zugleich deutliche Kritik am Zeitplan. „Dass AJet die Flüge am 3. April wieder aufnimmt, ist sicherlich bedeutend. Doch angesichts der anhaltenden Nachfrage aus Alanya passt es nicht zu unserem Ziel, die Saison zu verlängern, dass die Flüge im Winter komplett ausfielen“, so Özcan. Der 3. April sei ein zu spätes Datum. Entscheidend sei nun die Kontinuität der Verbindung: „Wir erwarten, dass diese Flüge auch im kommenden Winter fortgeführt werden.“
Fehlende Anbindung bremst das ganze Jahr über Potenziale
Nach Darstellung von Özcan hat die Strecke nach Ankara vor allem für Staatsbedienstete, Geschäftsreisende und Kurzurlauber eine strategische Bedeutung. Das Fehlen der Verbindung in den Wintermonaten habe nicht nur den Tourismus, sondern auch Kongresse, die Planung von Sportcamps und Kurztrips negativ beeinträchtigt.
Alanya verfolgt das Ziel, den Tourismus ganzjährig zu beleben. Eine eingeschränkte Erreichbarkeit im Winter stehe diesem Ziel jedoch diametral entgegen. Viele Reisende waren gezwungen, auf alternative und weiter entfernte Flughäfen auszuweichen, was sowohl Zeit als auch zusätzliche Kosten verursachte.
Die ausgesetzten Flüge hatten weitreichende Folgen für die gesamte lokale Wirtschaft, betonte der ALTİD-Chef: „Von Hotels über Restaurants und Transferunternehmen bis hin zum Einzelhandel – wenn die Anbindung fehlt, leidet die gesamte Kette. Transport ist eines der kritischsten Glieder in diesem System.“