Nach Megabeben: Türkei sichert sich fast 9 Milliarden Dollar an internationaler Finanzhilfe

07.02.2026 – 19:00 Uhr

Knapp zweieinhalb Jahre nach den verheerenden Erdbeben im Februar 2023 hat die Türkei laut internationalen Angaben umfangreiche Finanzhilfen für den Wiederaufbau der Katastrophenregionen mobilisiert. Die zugesagten externen Mittel belaufen sich demnach auf insgesamt rund 8,7 Milliarden US-Dollar.

Die Gelder stammen von internationalen Finanzinstitutionen, staatlichen Stellen und Geschäftsbanken. Sie sollen vorrangig in den Wiederaufbau und die Erdbebensicherung kritischer Infrastruktur fließen. Konkret genannt werden Schulen, Krankenhäuser, neuer Wohnraum, die städtische Infrastruktur sowie die Förderung der industriellen Entwicklung.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Wirtschaftsförderung. Unternehmen aller Größen – vom Mittelständler bis zum Großkonzern – sollen durch vergünstigte Kredite unterstützt werden. Das Ziel besteht darin, den Zugang zu Finanzmitteln zu sichern, Investitionen zu ermöglichen und Liquidität bereitzustellen, um somit Arbeitsplätze zu erhalten und neue zu schaffen.

Den Angaben zufolge erhielt die Türkei den größten Teil der bisherigen Zusagen – über fünf Milliarden Dollar – in den Jahren 2023 und 2024 von der Weltbank, der Europäischen Investitionsbank (EIB) und der japanischen Entwicklungsagentur JICA.

Auch im Jahr 2025 laufen die Bemühungen um weitere internationale Finanzierungen weiter. So wurden bereits zusätzliche Mittel von der Weltbank und der Islamischen Entwicklungsbank für Wiederaufbau- und Regionalentwicklungsprojekte gesichert. Die türkische Seite betont, dass sie weiterhin an der Beschaffung langfristiger und günstiger finanzieller Ressourcen arbeitet.