Die US-Ratingagentur Moody’s hat die Kreditwürdigkeit von sechs führenden türkischen Banken bestätigt und sämtliche Ausblicke auf „stabil” belassen. In einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung erklärte die Agentur, dass die soliden Kapital- und Liquiditätspuffer der Institute den Ausschlag für die Bestätigung gaben, obwohl sie mit Schwächen bei Vermögensqualität und Rentabilität rechnet.
Konkret betroffen sind die Schwergewichte İş Bankası, VakıfBank, Yapı Kredi, DenizBank, TEB und Şekerbank. Ihre langfristigen Einlagenratings liegen überwiegend im spekulativen Bereich. Im Detail fielen die Bewertungen wie folgt aus: Die lang- und kurzfristigen lokalen sowie Fremdwährungs-Einlagenratings der İş Bankası wurden mit „Ba3/NP” bestätigt. Moody’s begründete dies mit einem Gleichgewicht zwischen der erwarteten Abschwächung der Asset-Qualität und stabilen Sicherheitspuffern.
Die TEB behielt ihre lang- und kurzfristigen Ratings von „Ba2/NP”. Die Agentur schränkte jedoch ein, dass das langfristige Risikopartnerrating für Fremdwährungen durch die Länderobergrenze der Türkei limitiert sei. Die VakıfBank erhielt die Bewertung „Ba3/NP”, wobei die fundamentale Bonitätseinschätzung unverändert bei „b2” verharrt. Yapı Kredi erhielt für lokale und Fremdwährungseinlagen ebenfalls ein „Ba3/NP”, glänzte jedoch auf nationaler Ebene mit der Bestnote „Aaa.tr/TR-1”.
DenizBank erhielt langfristige Fremdwährungsratings von „Ba2” und lokale Einlagenratings von „Ba1”, die ebenfalls durch die Länderobergrenze begrenzt sind. Şekerbank komplettiert die Riege mit „Ba3/NP”, während die nationalen Ratings mit „Aa2.tr/TR-1” festgesetzt wurden. Laut Moody’s bleibt eine Hochstufung der Banken an eine Anhebung der türkischen Länderratingobergrenze sowie eine nachhaltige Stärkung der finanziellen Fundamentaldaten gekoppelt.