Ministerium kontrolliert rund 26.000 Industrieprodukte – Höchste Mängelquote bei Heizkesseln

04.08.2026 – 7:00 Uhr

Im ersten Halbjahr hat das türkische Ministerium für Industrie und Technologie bei Kontrollen von Industrieprodukten Bußgelder in Rekordhöhe verhängt. Insgesamt mussten Hersteller und Importeure 175,9 Millionen Türkische Lira zahlen.

Wie das Ministerium mitteilte, prüften die Inspektoren zwischen Januar und Juni landesweit 26.310 Industrieprodukte auf die Einhaltung von Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltstandards. Bei 2.441 Produkten wurden Verstöße festgestellt, was einer Beanstandungsquote von 9,3 Prozent entspricht. Demnach fiel nahezu jedes elfte geprüfte Produkt durch.

Die meisten Kontrollen entfielen mit 9.225 Prüfungen auf Aufzüge, gefolgt von Elektrogeräten mit 6.698 Tests. Auffällig hoch war die Mängelquote bei Heizkesseln. Hier wurden 42,86 Prozent der geprüften Produkte beanstandet. Auch bei Produkten zur Energieeffizienz lag die Quote mit 37,97 Prozent weit über dem Durchschnitt. Aufzüge wiesen eine Beanstandungsrate von 17,14 Prozent auf.

Die höchsten Strafen mussten Aufzughersteller und -betreiber zahlen. Mit 107 Millionen Lira entfielen rund 60 Prozent der gesamten Bußgelder auf diesen Sektor. Es folgten Kraftfahrzeugprodukte mit 38,7 Millionen Lira und Maschinen mit 10,6 Millionen Lira.

Zusätzlich zu den finanziellen Sanktionen ordnete das Ministerium für 105 verschiedene Marken und Modelle einen verpflichtenden Rückruf an. Besonders betroffen waren erneut der Automobilbereich mit 45 Produkten und die Energieeffizienz-Sparte mit 20 beanstandeten Artikeln. Immerhin räumte die Behörde bei 238 Produkten den Herstellern eine Nachfrist ein, um die festgestellten Mängel zu beheben.