Ein spektakulärer kultureller Brückenschlag im Herzen des antiken Roms: Im Archäologischen Park Colosseum hat der türkische Kultur- und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy gemeinsam mit seinem italienischen Amtskollegen Alessandro Giuli die Ausstellung „Troja und Rom: Mythen, Legenden und Geschichten des antiken Mittelmeers” eröffnet. Die Schau vereint 221 ausgewählte Exponate aus 19 türkischen Museen und beleuchtet die jahrtausendealte Verbindung zwischen Kleinasien und der Apenninhalbinsel.
Minister Ersoy absolviert derzeit einen mehrtägigen Arbeitsbesuch in Rom. Im politischen Zentrum der Gespräche mit Minister Giuli standen die Vertiefung der bilateralen Kulturkooperation, gemeinsame Ausstellungsprojekte sowie die weitere Stärkung der kulturellen Diplomatie. Beide Seiten loteten aus, wie die in den letzten Jahren intensivierten Beziehungen auf eine neue Stufe gehoben werden können.
Im Anschluss an das bilaterale Treffen vollzogen die beiden Minister im Herzen des weltberühmten Amphitheaters den feierlichen Eröffnungsakt. Dabei würdigten italienische Regierungsvertreter die Türkei als zentralen Stabilitätsanker und „globalen Referenzpunkt“. Minister Giuli führte aus, die legendäre Erzählung um den trojanischen Helden Aeneas führe die Geschichte Anatoliens und Roms bis in die Gegenwart lebendig zusammen. Das verbindende Element des Mittelmeers sei nicht nur Erbe, sondern auch aktuelle Verpflichtung.
Ersoy bezeichnete das Kolosseum als eine der prächtigsten Kulissen der Menschheitsgeschichte und die Ausstellung als greifbaren Beweis für die vertiefte türkisch-italienische Freundschaft. „Dies ist ein mit Aufrichtigkeit unternommener, kraftvoller Schritt der Kulturdiplomatie, der weit in die Zukunft weist“, erklärte Ersoy. Zudem kündigte er an, dass die Türkei weitere bedeutende Ausstellungsprojekte in Italien mit Leihgaben unterstützen werde, darunter eine Schau zum Römischen Reich im September sowie eine Ausstellung der Fondazione Prada zu globalen antiken Interaktionen im November.
Am Rande der offiziellen Termine besuchte Minister Ersoy das Yunus-Emre-Institut in Rom. Dort informierte er sich über die laufenden Programme zur Vermittlung der türkischen Sprache, Kunst und Kultur weltweit und besichtigte eine Aquarellausstellung.