An der türkischen Schwarzmeerküste ist ein unbemanntes Wasserfahrzeug mit einer großen Menge Sprengstoff an Land gespült worden. Wie die Behörden mitteilten, entdeckten Einheiten der Küstenwache den mit geschätzt zwei Tonnen Munition beladenen Drohnen-Typ im Bereich des Hafens von Ünye in der Provinz Ordu.
Der Fund löste unverzüglich Sicherungsmaßnahmen aus. Die Einsatzkräfte brachten das Gefährt in eine kontrollierte Zone, nachdem es in Küstennähe gesichtet worden war. Die Behörden bestätigten die Anwesenheit einer erheblichen Menge explosiver Ladung an Bord.
Als Reaktion auf den Vorfall untersagten die Behörden den Fischern, bis zum 23. März in See zu stechen. Auch Anwohner wurden aufgerufen, Küstenabschnitte vorsorglich zu meiden. Der Ortsvorsteher von Çevizdere, Şükrü Balcıoğlu, warnte die Bevölkerung und wies darauf hin, dass sowohl Land- als auch Seezonen von Sicherheitskräften abgeriegelt worden seien.
Experten schätzen, dass der Vorfall auf wiederholt auftretende Verdriftungen von militärischem Gerät aus dem seit mehr als zwei Jahren andauernden russischen Angriffskrieg auf die Ukraine zurückzuführen ist. Solche Funde belasten die Sicherheitslage im Schwarzmeerraum immer wieder.