Die Türkei ist erneut europäischer Spitzenreiter bei der Nutzung von Mobiltelefonen. Wie der türkische Verkehrs- und Infrastrukturminister Abdulkadir Uraloğlu bekannt gab, lag die durchschnittliche Gesprächsdauer pro Anschluss im dritten Quartal 2025 bei 494 Minuten pro Monat. Das entspricht mehr als acht Stunden.
Die Daten stammen von der Regulierungsbehörde für Informationstechnik und Kommunikation (BTK). Demnach bildet die mobile Kommunikation weiterhin das Kernstück der digitalen Landschaft des Landes. Ende September 2025 belief sich die Zahl der Mobilfunkanschlüsse auf 77,3 Millionen. Damit entfiel der Großteil der insgesamt 98,2 Millionen Breitbandanschlüsse auf Mobilfunk: 80 Prozent wurden von Privatpersonen und 20 Prozent von Unternehmen genutzt.
Parallel zum intensiven Mobilfunkgebrauch verzeichnet das Land einen starken Ausbau seiner Festnetz-Infrastruktur. So stieg die Länge der verlegten Glasfaserkabel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,7 Prozent auf nun 657.000 Kilometer. Uraloğlu veranschaulichte diese Menge: Sie reicht aus, um den Erdball etwa 16 Mal zu umspannen.
Das stärkste Wachstum gab es bei Glasfaseranschlüssen bis in die Wohnung (FTTH), die um 26,3 Prozent zulegten. Dicht gefolgt werden sie von drahtlosen Festnetz-Internetanschlüssen (FWA), die ein Plus von 26,1 Prozent verzeichneten. Die Gesamtzahl der Internetanschlüsse stieg im Jahresvergleich um 1,9 Prozent.
Im elektronischen Kommunikationssektor waren im September 2025 nach Ministeriumsangaben insgesamt 408 Betreiber aktiv.