Türk Telekom arbeitet an einem eigenen Smartphone, das künftig in der Türkei produziert werden soll. CEO Ebubekir Şahin erklärte bei einem Treffen mit Journalisten im Rahmen der US-Investorenkonferenz, dass das von türkischen Ingenieuren entwickelte Gerät in Malatya gefertigt werden soll.
Das Smartphone soll im mittleren bis oberen Preissegment positioniert werden und eine breite Nutzergruppe ansprechen. Nach Angaben von Şahin ist es zudem ein wichtiges Ziel, ein Produkt zu entwickeln, das in seiner Klasse konkurrenzfähig ist.
„Das von türkischen Ingenieuren entwickelte Telefon wird aus Anatolien kommen und in Malatya produziert werden“, sagte Şahin. Weitere Einzelheiten, darunter der endgültige Name des Geräts, wurden zunächst nicht bekannt gegeben.
5G-Netz bei COP31 in Antalya
Şahin äußerte sich außerdem zu den Vorbereitungen von Türk Telekom für die COP31, die in Antalya stattfinden wird. Während der Konferenz soll 5G zur Verfügung stehen.
Das Unternehmen will nach eigenen Angaben seine digitale Infrastruktur und technologische Expertise für die internationale Klimakonferenz bereitstellen. Bei einem 5G-Geschwindigkeitstest seien Übertragungsraten von bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde erreicht worden.
24,5 Milliarden Dollar in digitale Transformation investiert
Şahin verwies zudem auf die Investitionen von Türk Telekom in die digitale Transformation. Seit 2005 habe das Unternehmen dafür insgesamt 24,5 Milliarden US-Dollar investiert.
Türk Telekom wolle die Türkei zu einem Technologiezentrum entwickeln, das internationale Standards mitprägt, eigene Technologien entwickelt und diese auch weltweit anbietet, erklärte der CEO.
Neue Solarkraftwerke geplant
Auch bei den erneuerbaren Energien baut Türk Telekom seine Aktivitäten aus. Ein Solarkraftwerk in Sivas hat laut Şahin mit einer jährlichen Kapazität von 128 Megawatt den Betrieb aufgenommen. Weitere Anlagen sind in Malatya und Ağrı geplant.
Langfristig soll die jährliche Energieerzeugung aus den Solaranlagen auf 800 Gigawatt steigen. Dadurch sollen nach Unternehmensangaben jährlich rund 350.000 Tonnen CO₂-Emissionen vermieden werden.