Die Türkei hat erfolgreich eine neue Euro-Anleihe platziert und damit rund zwei Milliarden Euro auf den internationalen Kapitalmärkten aufgenommen. Dies teilte das türkische Finanzministerium am Freitag mit.
Die Anleihe hat eine Laufzeit bis zum 10. März 2034, einen Zinskupon von 5,15 Prozent und eine Rendite von 5,2 Prozent. Das Ministerium wertete die Konditionen als Erfolg: Die Emissionsrendite lag unter dem fairen Wert und wurde zu einem Spread von etwa 242 Basispunkten über der Mid-Swap-Rate (MS) festgelegt. Dies ist die niedrigste Spanne, die bei Euro-Emissionen des Landes in den vergangenen 15 Jahren erzielt wurde.
Die Nachfrage übertraf das Angebot deutlich. Das Orderbuch belief sich auf mehr als das Dreifache der begebenen Menge, wobei sich nahezu 180 Investorenkonten beteiligten. Der größte Anteil von 56 Prozent der Anleihe ging an Anleger im Vereinigten Königreich. Weitere 24 Prozent wurden in anderen europäischen Ländern, neun Prozent in den USA, sechs Prozent im Nahen Osten, vier Prozent in der Türkei selbst und ein Prozent in anderen Staaten platziert.
Mit dieser Transaktion hat die Türkei ihre Euro-Renditekurve zudem um etwa zweieinhalb Jahre verlängert. Die bisher längste Laufzeit einer Euro-Anleihe des Landes endete im August 2031.
Mit der Begebung der Anleihe waren die Banken Deutsche Bank, HSBC, JP Morgan und Société Générale beauftragt worden. Durch diese Emission erhöht sich die Gesamtsumme der von der Türkei im Jahr 2026 auf den internationalen Kapitalmärkten aufgenommenen Mittel auf rund 5,9 Milliarden US-Dollar.