Die finanzielle Außenposition der Türkei hat sich im Mai leicht verschlechtert. Wie die Zentralbank in Ankara am Samstag mitteilte, sanken die externen Vermögenswerte des Landes zum Monatsende um 0,5 Prozent auf 403,7 Milliarden US-Dollar.
Gleichzeitig gingen die Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland deutlicher zurück. Sie verringerten sich den Daten zufolge um 2,4 Prozent auf 795,4 Milliarden US-Dollar. Damit übersteigen die Auslandsschulden die Forderungen weiterhin massiv.
Das Nettoauslandsvermögen – die Differenz aus gesamten Finanzforderungen und -verbindlichkeiten – blieb mit minus 391,7 Milliarden Dollar tief im negativen Bereich. Dies entspricht dem sogenannten Netto-Internationalen-Vermögensstatus (IIP).
Auf der Aktivseite gab es bei einzelnen Posten leichte Zuwächse: Die türkischen Direktinvestitionen im Ausland legten um 0,9 Prozent auf 80,1 Milliarden US-Dollar zu. Die sonstigen Forderungen stiegen um 2,3 Prozent auf 154,2 Milliarden US-Dollar, wobei die Deviseneinlagen gebietsansässiger Banken um 4,6 Prozent auf 49,4 Milliarden US-Dollar zunahmen.
Bei den Verpflichtungen zeigte sich ein gemischtes Bild. Ausländische Portfolioinvestitionen in türkische Aktien und Investmentfondsanteile brachen um 8,6 Prozent auf 47,2 Milliarden US-Dollar ein. Die Direktinvestitionen aus dem Ausland in die Türkei verzeichneten einen Rückgang um 6,8 Prozent auf 230,4 Milliarden US-Dollar. Einen Anstieg gab es dagegen bei den sonstigen Verbindlichkeiten, die um 0,4 Prozent auf 415,3 Milliarden Dollar stiegen.