Die kurzfristigen Auslandsschulden der Türkei sind deutlich gestiegen. Wie die Zentralbank am 17. September mitteilte, belief sich der Bestand Ende Juli auf 177,1 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 3,8 Prozent gegenüber Juni entspricht.
Unter Berücksichtigung der Restlaufzeit, die alle innerhalb eines Jahres fälligen Auslandsschulden unabhängig von ihrer ursprünglichen Laufzeit erfasst, summiert sich der Bestand auf 248,1 Milliarden US-Dollar.
Die kurzfristigen Auslandsschulden der Banken erhöhten sich demnach im Monatsvergleich um 4,3 Prozent auf 77,8 Milliarden US-Dollar. Ihre kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Auslandskrediten und Wertpapieren stiegen um 23,5 Prozent auf 9,8 Milliarden US-Dollar.
Die Einlagen ausländischer Banken in der Türkei wuchsen um sieben Prozent auf 19,8 Milliarden Dollar. Deviseneinlagen gebietsfremder Nichtbankenkunden legten um 1,1 Prozent auf 21,6 Milliarden US-Dollar zu. Die Verbindlichkeiten aus auf Lira lautenden Einlagen gingen dagegen um 0,5 Prozent auf 26,6 Milliarden Dollar zurück.
Die kurzfristigen Auslandsschulden anderer Sektoren stiegen um 3,6 Prozent auf 74,7 Milliarden Dollar. Innerhalb dieser Kategorie stiegen die Verbindlichkeiten aus Handelskrediten um 2,4 Prozent auf 65,1 Milliarden US-Dollar, während die Verbindlichkeiten aus Barkrediten um 13,1 Prozent auf 9,7 Milliarden US-Dollar zunahmen.
Laut den Angaben entfielen 34,3 Prozent des kurzfristigen Schuldenbestands auf den US-Dollar, gefolgt vom Euro mit 26,5 Prozent und der türkischen Lira mit 26 Prozent. Auf andere Währungen entfielen die restlichen 13,2 Prozent.