Die Verbraucherstimmung in der Türkei hat im März einen unerwarteten Dämpfer erhalten. Nach einem zwischenzeitlichen Anstieg im Vormonat fiel der Konsumvertrauensindex im März um 0,8 Prozent auf nun 85 Punkte. Werte unter 100 gelten dabei als Indikator für eine überwiegend pessimistische Haltung der Verbraucher.
Wie aus einer am Sonntag veröffentlichten gemeinsamen Erhebung des Statistischen Amts TÜİK und der Zentralbank hervorgeht, zeigte sich die Entwicklung in den einzelnen Unterkategorien uneinheitlich. Zwar verbesserte sich die Einschätzung der aktuellen finanziellen Lage der Haushalte um zwei Prozent, doch fiel dieser Zuwachs nach einem deutlichen Anstieg von 4,6 Prozent im Februar moderater aus.
Deutlich verhaltener blicken die Bürger hingegen in die Zukunft: Die Erwartungen an die eigene finanzielle Situation in den kommenden zwölf Monaten sanken um 1,3 Prozent und machten damit das Plus aus dem Vormonat (4,2 Prozent) mehr als wett.
Noch stärker fiel die Abkühlung bei der allgemeinen Konjunkturerwartung aus. Hier verzeichneten die Statistiker einen Rückgang um 2,9 Prozent – ein deutlicher Einschnitt gegenüber dem leichten Minus von 0,1 Prozent im Vormonat. Auch die Neigung zu größeren Anschaffungen wie langlebigen Gütern ließ nach: Sie sank im März um 0,5 Prozent, nachdem sie im Februar noch um 1,3 Prozent gestiegen war.