In der Türkei haben Zahlungen mit Kredit-, Debit- und Prepaidkarten im April einen neuen Höchststand erreicht. Wie das Interbank Kartenzentrum (BKM) mitteilt, kletterte das Gesamtvolumen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 44 Prozent auf 2,56 Billionen Türkische Lira.
Den mit Abstand größten Anteil daran hatten die Kreditkarten mit 2,2 Billionen Lira. Auf Debitkarten entfielen 367 Milliarden Lira. Prepaidkarten kamen hingegen nur noch auf ein Volumen von 7,6 Milliarden Lira, was einem regelrechten Absturz von 60 Prozent gegenüber dem April des Vorjahres entspricht. Demgegenüber legten die Kreditkartenumsätze um 44 Prozent und die Nutzung von Debitkarten um 48 Prozent zu.
Auch der digitale Handel verzeichnete kräftige Zuwächse. Die online getätigten Kartenzahlungen stiegen im Jahresvergleich um 39 Prozent auf 757 Milliarden Lira. Damit machten internetbasierte Transaktionen bereits 30 Prozent des gesamten Kartenumsatzvolumens aus.
Die schiere Menge der im Umlauf befindlichen Plastik- und digitalen Karten unterstreicht die Dominanz des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Insgesamt waren im April 147,6 Millionen Kreditkarten im Umlauf, was einem Plus von 11 Prozent entspricht. Die Zahl der Debitkarten erhöhte sich um zwei Prozent auf 216 Millionen. Der Bestand an Prepaidkarten schrumpfte dagegen um drei Prozent auf 98,4 Millionen.