Kapital kehrt zurück: Ausländische Investitionen in der Türkei deutlich gestiegen

07.02.2026 – 6:30 Uhr

Die ausländischen Direktinvestitionen in der Türkei haben im laufenden Jahr spürbar zugenommen. Laut Finanz- und Schatzminister Mehmet Şimşek stiegen die Zuflüsse in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 28 Prozent auf 12,4 Milliarden US-Dollar.

Şimşek wertete diese Entwicklung als Ausdruck des wachsenden Vertrauens internationaler Investoren in den wirtschaftspolitischen Kurs der Regierung. In einer Mitteilung auf der Plattform X erklärte der Minister, die Zahlen belegten die zunehmende Glaubwürdigkeit des laufenden Reformprogramms.

Hintergrund dieser Einschätzung sind auch zuvor veröffentlichte Daten der International Investors Association (YASED), die ebenfalls auf ein verstärktes Engagement ausländischer Unternehmen zwischen Januar und November 2025 hinweisen. Die Regierung in Ankara betont seit Monaten die wieder zunehmende Attraktivität des Standorts für internationales Kapital.

Besondere Bedeutung misst Şimşek einem kürzlich geschlossenen Abkommen mit Saudi-Arabien bei. Die Vereinbarung über Investitionen in Höhe von rund zwei Milliarden US-Dollar im Bereich der erneuerbaren Energien soll laut dem Minister die Energiewende beschleunigen, die Versorgungssicherheit erhöhen und die Abhängigkeit von Energieimporten langfristig verringern.

Nach Darstellung des Finanzministers befindet sich das wirtschaftspolitische Programm der Regierung inzwischen in einer fortgeschrittenen Phase. Das Ziel sei es, dauerhaft Preisstabilität zu erreichen und zugleich die Voraussetzungen für ein nachhaltiges, langfristiges Wachstum zu schaffen.