Jet-Treibstoffpreise steigen um 83 Prozent – Airlines unter massivem Druck

20.03.2026 – 6:30 Uhr

Die Preise für Flugzeug-Treibstoff sind innerhalb eines Monats global um 82,8 Prozent gestiegen, was den Druck auf Fluggesellschaften deutlich erhöht, wie die Internationale Luftverkehrsvereinigung (IATA) meldet.

Die wöchentlichen Daten der IATA zeigen, dass die Preise zuletzt um 11,2 Prozent auf 175 US-Dollar pro Barrel gestiegen sind. Im Vergleich zum Vorjahr liegen die Kosten sogar 94,4 Prozent höher, was die Dimension der aktuellen Preisexplosion verdeutlicht. Bereits in der Vorwoche war ein Anstieg von 58,4 Prozent verzeichnet worden, was den extrem schnellen Preisanstieg unterstreicht.

Da Treibstoff zu den größten Betriebskosten der Airlines zählt, wirken sich solche kurzfristigen Preissprünge besonders belastend aus. Plötzliche Erhöhungen sind laut IATA schädlicher als dauerhaft hohe Preise, da Fluggesellschaften weniger Zeit haben, Tickets, Kapazitäten oder Einkaufsstrategien anzupassen.

Die steigenden Kosten kommen zu einer Zeit, in der Airlines bereits mit Störungen durch den Nahost-Konflikt kämpfen. Dazu gehören Flugumleitungen, eingestellte Routen und höhere Betriebskosten. Die skandinavische Fluggesellschaft SAS kündigte an, im April mindestens 1.000 Flüge zu streichen, nachdem die Treibstoffpreise durch den Konflikt stark gestiegen waren.

Andere Fluggesellschaften wie Air France-KLM, Cathay Pacific, Air India und Qantas haben bereits die Ticketpreise erhöht, um die gestiegenen Treibstoffkosten auszugleichen. Viele Airlines haben zudem wegen Sicherheitsbedenken ihre Verbindungen in den Nahen Osten reduziert oder vorübergehend eingestellt.

Die Preise für Brent-Rohöl stiegen nach US-israelischen Angriffen auf Iran am 28. Februar auf bis zu 119,5 US-Dollar pro Barrel, stabilisierten sich aber später wieder bei rund 100 US-Dollar.