Januarinflation lässt Preise in Istanbuls Hotels spürbar steigen

03.02.2026 – 10:00 Uhr

ISTANBUL – Die Inflation in Istanbul hat sich im Januar 2026 deutlich auf die Preise im Dienstleistungssektor ausgewirkt, insbesondere auf Restaurants und Hotels. Nach Angaben der Istanbuler Handelskammer (İTO) stieg der Istanbul Verbraucherpreisindex im Monatsvergleich um 4,56 Prozent, während die Jahresinflation bei 36,15 Prozent lag.

Basierend auf dem Index mit dem Basisjahr 2023 = 100 erhöhten sich die Einzelhandelspreise im Januar gegenüber dem Vormonat spürbar. Im Vergleich zum Januar des Vorjahres fiel der Preisanstieg ebenfalls deutlich aus.

Gesundheit und Verkehr mit stärksten Anstiegen

Unter den Ausgabengruppen verzeichneten im Januar vor allem Gesundheit und Verkehr die höchsten Preissteigerungen.

Im Monatsvergleich stiegen die Preise um:

  • 11,94 Prozent bei Gesundheitsausgaben

  • 9,96 Prozent im Verkehrssektor

  • 8,52 Prozent bei sonstigen Waren und Dienstleistungen

  • 6,22 Prozent bei Restaurants und Hotels

  • 4,40 Prozent bei Haushaltswaren

  • 4,27 Prozent bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken

  • 4,26 Prozent im Kommunikationsbereich

  • 3,23 Prozent bei Freizeit und Kultur

  • 2,56 Prozent bei Wohnkosten

  • 2,53 Prozent im Bildungsbereich

  • 0,21 Prozent bei alkoholischen Getränken und Tabakwaren

Saisonale und staatliche Effekte prägen Preisentwicklung

Nach Einschätzung der İTO sind die deutlichen Preissteigerungen in den Bereichen Gesundheit, Verkehr sowie sonstige Waren und Dienstleistungen vor allem auf staatliche Preisregulierungen und allgemeine Marktbedingungen zurückzuführen.

Wie die Zeitung Dünya berichtet, fielen insbesondere die aufwärts gerichteten Preisbewegungen bei Restaurants und Hotels auf. Bei den Lebensmitteln habe die Wintersaison bei bestimmten Produkten preistreibend gewirkt.

Im Gegensatz dazu wurden im Bereich Bekleidung und Schuhe aufgrund der Marktbedingungen Preisrückgänge beobachtet. Im Januar 2026 verzeichneten die Gesundheitsausgaben den stärksten monatlichen Anstieg, während bei Bekleidung und Schuhen der stärkste Preisrückgang gemessen wurde.