Wer derzeit eine Reise nach Istanbul plant, muss tiefer in die Tasche greifen. Die Preise in der türkischen Metropole sind im Mai erneut gestiegen. Am härtesten schlägt der Anstieg bei den Ausgaben für Hotels und Restaurants zu.
Laut der Industrie- und Handelskammer Istanbul (ITO) kletterten die Verbraucherpreise in der Stadt im Vergleich zum Vormonat um 1,53 Prozent. Auf Jahressicht verteuerten sich Waren und Dienstleistungen damit um 36,77 Prozent.
Besonders bitter für Touristen und Einheimische ist, dass die Kategorie „Hotels und Restaurants“ mit einem Plus von 4,14 Prozent den stärksten monatlichen Preissprung verzeichnete. Als Haupttreiber nennen die Statistiker den Beginn der Sommersaison, die anziehende Reiseaktivität sowie marktbedingte Kostensteigerungen. Damit bleibt das Gastgewerbe das Schlusslicht im Istanbuler Warenkorb.
Doch nicht nur der Urlaub wird teurer. Auf Rang zwei der Preistreiber liegt das Wohnen mit einem Anstieg von 3,0 Prozent. Deutlich mehr bezahlt werden muss zudem für Freizeit und Kultur (plus 2,7 Prozent) sowie für Haushaltsgegenstände (plus 2,07 Prozent). Auch für Bekleidung und Schuhe (plus 1,84 Prozent) sowie für Verkehr (plus 0,86 Prozent) stiegen die Preise.
Ebenfalls leicht verteuert haben sich die Kosten für Lebensmittel und nicht-alkoholische Getränke (plus 0,83 Prozent). Die ITO führt dies auf anhaltende Effekte des Saisonwechsels zurück. Einen kleinen Wermutstropfen gab es hingegen für Genießer: Alkoholische Getränke und Tabakwaren waren im Mai die einzige Kategorie, die günstiger wurde – allerdings nur um 0,03 Prozent. Auch die Preise im Gesundheitswesen blieben mit einem Plus von 0,53 Prozent relativ stabil.