Istanbul ist nicht nur eine der größten Metropolen der Welt, sondern auch ein bedeutender Standort für die Landwirtschaft. Laut der Provinzdirektion für Landwirtschaft und Forsten werden in der Stadt mehr als 743.000 Dekar landwirtschaftliche Nutzfläche bewirtschaftet.
Wie der Direktor der Behörde, Suat Parıldar, mitteilte, spielt die Landwirtschaft weiterhin eine wichtige Rolle für die Wirtschaft Istanbuls. In die Produktionsplanung sind sechs strategische Kulturpflanzen einbezogen: Weizen, Gerste, Sonnenblumen, Raps, Trockenbohnen und Kichererbsen.
Rund 610.000 Dekar der Anbaufläche sind in einer nationalen Datenbank registriert, in der landwirtschaftliche Betriebe und ihre Produktion erfasst werden. Dies entspricht etwa 82 Prozent der kultivierten Fläche der Stadt. Laut der Behörde sind rund 6.000 Landwirte registriert. Nahezu 90 Prozent der landwirtschaftlichen Produktion Istanbuls erfolgen im Rahmen einer Produktionsplanung, die Wasserressourcen, Klima, Geografie, Produktivität und Marktbedingungen berücksichtigt.
Vorteile ergeben sich zudem aus dem großen Absatzmarkt der Metropole und der Nähe zu wichtigen Vertriebsnetzen. In Istanbul sind mehr als 140.000 Lebensmittelunternehmen ansässig, wodurch ein umfangreicher Binnenmarkt für lokal erzeugte Agrarprodukte entsteht.
Auch staatliche Förderungen stärken den Sektor. So erhielten Landwirte im Jahr 2025 nach Behördenangaben mehr als 525 Millionen Türkische Lira (rund 10,7 Millionen US-Dollar) an Agrarbeihilfen. Für das Jahr 2026 wurden die Fördersätze erhöht.
Darüber hinaus fördert die Provinz den Gemüseanbau durch Projekte zur Bereitstellung von Setzlingen. In den Frühjahrs- und Herbstsaisonen wurden mehr als zwei Millionen Setzlinge, darunter Tomaten, Salat, Gurken und Brokkoli, an Landwirte verteilt.